Nickelallergie: Sauerkraut nicht im Edelstahltopf kochen

Geschirr aus Edelstahl: Es kann Nickel ins Essen abgeben, insbesondere beim Kochen stark säurehaltiger Speisen wie zum Beispiel Sauerkraut oder Spinat. Oft haften den Töpfen auch noch Schleifstäube aus der Produktion an, die sich bei den ersten Kochvorgängen ablösen. Meist wird Nickel nur am Anfang abgegeben und auch nur sehr wenig. Die Menge nimmt nach mehrmaligem Gebrauch der Töpfe stark ab. In unseren Tests lagen die Werte nach zehnmaligem Kochen allesamt im unauffälligen Bereich.

Nickel in Speisen: Fast alle Speisen enthalten Nickel. Üblicherweise nimmt jeder Mensch mit dem Essen rund 150 Mikrogramm Nickel am Tag zu sich. Einige Lebensmittel wie etwa Kakao, Sojabohnen und Pekannüsse sind aber sehr stark nickelhaltig. Werden sie in größeren Mengen verzehrt, kann sich die Tagesdosis nach Angaben der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) auf mehr als 900 Mikrogramm Nickel erhöhen.

Ekzeme bei Allergikern: Nickelhaltige Nahrungsmittel können bei manchen Nickelallergikern Hautekzeme aufflammen lassen. Laut EFSA kann schon die Aufnahme von 500 Mikrogramm Nickel pro Tag bei sensibilisierten Personen zu Gesundheitsproblemen führen. Eine Sensibilisierung über Lebensmittel gilt aber als unwahrscheinlich.

Alternativen zur Vorsicht: Nickelallergiker, die zu starken Hautreaktionen neigen, sollten beim Zubereiten säurehaltiger Speisen auf Edelstahlgeschirr verzichten und auf nickelfreies oder beschichtetes Material ausweichen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 2787 Nutzer finden das hilfreich.