Kochtöpfe Test

Gute Kochtöpfe heizen schnell auf, halten die Wärme und geben sie gleichmäßig ab. Lohnt sich die Ausgabe für teure Markentöpfe oder sind billige Töpfe ebenso gut? Im Test: 17 Topfsets für 80 bis 740 Euro. test.de zeigt die besten Modelle.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test Kochtöpfe.

600 Euro billiger

Der Vertreter von AMC kommt direkt ins Haus, präsentiert seine Töpfe, kocht und kassiert: 740 Euro für ein Set mit drei Kochtöpfen: 16, 20 und 24 Zentimeter groß. Die Töpfe sind aus Edelstahl, der Preis klingt nach Gold. Das Topfset von AMC ist das teuerste im Test. Visiotherm heißen die „goldenen Töpfe“. AMC verkauft sie ausschließlich im Direktvertrieb. Die Töpfe sind gut. Die Deckel schließen sogar sehr gut. Noch besser sind allerdings die Töpfe von Tchibo und WMF Gala Plus. Sie kosten nur 100 beziehungsweise 199 Euro pro Set. Wer schlau kauft, spart bis zu 640 Euro.

12 Sets sind gut

Die Stiftung Warentest hat 17 Topfsets untersucht: 15 aus Edelstahl, 2 aus Aluminiumguss. Der Testsieger von Tchibo ist leider ausverkauft und derzeit nicht zu haben. Doch es gibt Alternativen. Zwölf Topfsets sind gut. Das preiswerteste gute Set heißt Berndes Millesima und kostet 160 Euro. Für 40 Euro mehr gibt es die bereits erwähnte Serie von WMF: Gala Plus. Qualitätsurteil: gut, Note 2,1. Diese Töpfe sind rundum gut. Sie heizen schnell auf, halten die Wärme und geben sie gleichmäßig ab.

12 Minuten für drei Liter

In den besten Töpfen kochen drei Liter Wasser nach 12 Minuten. Die schlechteren Modelle brauchen 20 Minuten und mehr. Das kostet Zeit und Energie. Gute Töpfe halten auch länger warm. Hier sind Edelstahltöpfe im Vorteil. Sie halten die Wärme besonders gut. Aluminiumtöpfe kühlen schneller ab. Sie brauchen beim Kochen etwas mehr Energie. Vorteil der Aluminiumtöpfe: sie sind leichter und für Nickelallergiker perfekt. Beschichtete Töpfe aus Aluminiumguss geben kein Nickel ab.

Nickel kein Problem

Aus Edelstahltöpfen kann sich dagegen Nickel lösen. Vor allem beim Kochen stark säurehaltiger Speisen. Die Tester untersuchten das mit Sauerkraut. Wieder und wieder. Erfreuliches Ergebnis: Auch die Edelstahltöpfe im Test sind ohne Tadel. Sie setzen kaum Nickel frei. Allergiker sollten aber zur Sicherheit in beschichteten Töpfen kochen. Übrigens gibt es auch Lebensmittel, die von Natur aus reichlich Nickel enthalten: Erbsen, Linsen und Bohnen etwa. Nickelallergiker müssen ausprobieren, ob sie darauf ansprechen.

Alle kochen nur mit Wasser

Gemüse ist besonders gesund, wenn es schonend zubereitet wird. Hitze und Wasser laugen die Nährstoffe aus oder machen sie kaputt. Wasserarmes Kochen liegt deshalb im Trend. Die teuren AMC-Töpfe sollen sogar ohne Wasser garen. Zuviel versprochen: Die Stiftung Warentest kochte Kartoffeln. Streng nach Gebrauchsanleitung – mit sehr wenig Wasser. Ergebnis: Die Kartoffeln brannten an. Mit etwas mehr Wasser kochen die Töpfe besser. Einen Spezialdeckel, wie bei AMC, braucht es dazu nicht. Der Deckel muss nur dicht schließen. Das Braten ohne Fett funktioniert bei allen Töpfen. Schwierigkeiten beim Reinigen gab es im Test nicht.

Topflappen sind angesagt

Heiße Töpfe sind gut, heiße Griffe nicht. Bei Schulte-Ufer Romana und Rösle Teknika werden die Deckelgriffe unangenehm heiß. Vorsicht ist auch bei den AMC-Töpfen angesagt: Der Metallring unter dem Deckelgriff heizt mächtig auf. Echte Verbrennungsgefahr besteht bei den Griffen des Aluminiumtopfes Berndes Titanium. Sie erreichen Temperaturen von 90 Grad und mehr. Berndes liefert kleine Stofftaschen zum Aufstecken mit. Wer diese Thermo-Grips vergisst, riskiert Brandblasen. Topflappen sind also angesagt.

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