Kochtöpfe Test

Sie sollen ohne Wasser kochen, ohne Fett braten und dabei noch Energie sparen: Die Super-Töpfe der Firma AMC. Verkauf nur im Direktvertrieb mit Vorführung zu Haus. Die Stiftung Warentest hats ausprobiert und zahlte 876 Euro für drei Töpfe. Die teuren AMC-Modelle sind gut. Aber nicht besser als andere gute Töpfe. Im Test: 18 Kochtöpfe aus Edelstahl, Aluminiumguss, Stahlkeramik und Stahlemaille. Preise: 24 bis 876 Euro für ein Set aus drei bis fünf Töpfen.

Kartoffeln angebrannt

Gemüse ist besonders gesund, wenn es schonend zubereitet wird. Hitze und Wasser laugen die Nährstoffe aus oder machen sie kaputt. Wasserarmes Kochen liegt deshalb im Trend. Die teuren AMC-Töpfe sollen sogar ohne Wasser garen. Zuviel versprochen: Die Stiftung Warentest kochte Kartoffeln. Streng nach Gebrauchsanleitung – mit wenig Wasser. Ergebnis: Die Kartoffeln brannten an. Weder die AMC-Töpfe, noch die guten Töpfe von Schulte-Ufer kamen ganz ohne Wasser aus.

Braten ohne Fett

Das Braten ohne Fett funktioniert besser. In den Edelstahltöpfen von AMC, Schulte-Ufer und WMF haftete das Fleisch erst fest an, löste sich dann aber wieder. Ergebnis: zartes, saftiges Fleisch mit gleichmäßiger Bräunung. Im Silit-Topf mit Antihaftbeschichtung haftete das Fleisch nicht an. Ergebnis: zartes, saftiges Fleisch, aber eine schwache, eher ungleichmäßige Bräunung. Nachteil der Edelstahltöpfe: Sie sind anschließend schwer zu reinigen. Nur mit Scheuermilch und Schwamm war den Bratenresten beizukommen.

Auf die Form kommt es an

Ansonsten ist das Material der Töpfe eine Frage der persönlichen Vorliebe: Edelstahl sieht besonders edel aus, Aluminium ist leicht und erwärmt sich schnell, Stahlemaille- und Stahlkeramik-Töpfe sind in vielen Farben zu haben. Wichtiger als das Material ist die Form: Der Deckel muss gut schließen, sonst geht Energie verloren. Die Edelstahltöpfe von Berndes Injoy, Tchibo TCM und ELO Blumenranke sind hier keine gute Wahl. Ihre Deckel schließen nicht dicht. Auch ein Topfboden, der sich wölbt, kostet Energie. Vorteil der Edelstahltöpfe: Sie speichern die Wärme und halten sie lange im Topf.

Topflappen sind angesagt

Heiße Töpfe sind gut, heiße Griffe nicht. Bei den Modellen WMF Topstar, Lidl Edelstahl, Silit Selezione, Geithainer Crystal Blau und Prinz Crystal Blau werden die Topf- und Deckelgriffe zu heiß. Hier sind Topflappen angesagt. Kunststoffgriffe leiten die Wärme nicht so schnell an die Hände weiter – ein Vorteil. Ihr Nachteil: Sie sind nicht ofenfest. Zumindest nicht bei hohen Temperaturen.

Schnäppchen von Lidl

Ein Schnäppchen sind die Edelstahltöpfe von Lidl: Drei Töpfe für nur 24 Euro. Die Qualität ist befriedigend. Auch die Tchibo-Töpfe sind preiswert. Ähnliche Sonderangebote sind immer wieder mal im Handel. Wer sich etwas Gutes leisten will, greift zum Testsieger SUS Schulter-Ufer Profi-Line. Gut und preisgünstig sind auch die Angebote Schulter-Ufer Opal, WMF Diadem Plus und Berndes Bonanza. Vier bis fünf Töpfe für moderate 100 bis 180 Euro. Mehr muss gutes Kochgeschirr nicht kosten.

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