Pflegen und Nachschärfen: Von Holzbrett bis Wetzstahl

Kochmesser Test

Wer sein Kochmesser gut behandelt, hat lange Freude daran.

Schneiden: Als Unterlage am besten nur Holz- oder Kunststoffbretter benutzen. Glas- und Marmorplatten sind zu hart und nutzen die Klingen schnell ab.

Spülen: Die meisten Kochmes­ser im Test vertragen zwar das Bad im Geschirrspüler, aber nicht im Besteckkorb, sondern nur sepa­rat. Schonender ist der Handab­wasch, was die Anbieter häufig auch empfehlen. Dazu das Messer gleich nach dem Benutzen mit wenig Spülmittel heiß abspü­len, anschließend gut trocken reiben. Lassen Sie das Messer nicht im Wasser liegen. Dabei können Holzgriffe aufquellen.

Aufbewahren: Die empfindlichen Klingen sind am besten in einem Messerblock aufgehoben. Auch eine Magnetleiste ist in Ordnung. Lösen Sie das Messer dann aber über den Messerrücken, nicht über die empfindliche Schneide. Die Besteck­schub­lade ist kein guter Platz, weil das Messer dort leicht gegen andere Teile schlägt. Dadurch kann es seine „Schnittigkeit“ einbü­ßen. Wenn es doch sein muss, dann ein Fach allein für das Messer freihalten.

Entfremden: Benutzen Sie das Kochmesser nicht als Ersatz für den Flaschenöffner oder als Vakuumlöser, auch nicht zum Brot- oder Rouladenbestreichen: Scharfe und säurehaltige Lebensmittel wie Senf oder Meerrettich können bei längerer Einwirkzeit die Klinge beschädigen.

Schärfen: Wenn das europäische Kochmesser nicht mehr sanft durch die Tomate gleitet, ziehen Sie es über einen Wetzstahl. Der sollte mindestens so lang sein wie die Klinge. Dazu das Messer im Winkel von etwa 20 Grad an den Stab legen und jeweils abwechselnd die eine und die andere Seite der Klinge unter gleichmäßigem Druck über den Stab ziehen. Sägemesser und Messer mit Wellenschliff nicht mit dem Stahl schärfen, auch Japanmes­ser nicht.

Schleifen: Santokus schärft man auf einem nassen Schleifstein, indem man das Messer im Winkel von etwa 15 Grad mit leichtem Druck hin und her schiebt. Auch das europäische Kochmesser bekommt so neuen „Biss“, wenn der Wetz­­­­­stahl nicht mehr ausreicht. Fachge­schäfte erledigen das Nachschleifen für etwa 5 Euro pro Stück. Keramikmesser dürfen nur vom Profi geschliffen werden.

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