Kochmesser Test

Was wäre ein Koch ohne sein Kochmesser? In Windeseile Gemüse schnippeln, hauchdünne Scheiben schneiden und obendrein noch Nüsse hacken. Das schaffen nur wirklich scharfe Messer.

Zu diesem Thema bietet test.de einen aktuelleren Test Kochmesser.

Chefmesser

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Ein scharfes Kochmesser ist der wichtigste Küchenhelfer eines jeden Kochs. Nicht ohne Grund heißt es auf Englisch „chef's knife“ und auf Französisch „couteau du chef“ - Chefmesser eben. Zur Auswahl stehen klassische europäische Kochmesser mit etwas schmaler und spitzer Klinge oder japanische Santoku-Messer mit breiter Klinge.

Lange Klingen schneiden besser

Wirklich scharfe Messer werden nur leicht geführt. Mit einem gleitenden Schnitt gleiten sie durch die Lebensmittel und durchtrennen sie sauber. So bleiben Kräuter, Gemüse, Fisch und Fleisch saftig anstatt gequetscht zu werden. Grundsätzlich gilt: Je länger die Schneide, desto schneller, genauer und kräfteschonender die Küchenarbeit. Kurze Messer sind zwar handlicher, aber weniger praktisch beim Wiegen und Hacken.

Die besten drei

Im Test mussten die 21 Messer alles zerkleinern, was ihnen vor die Klinge kam: Ananas schälen, Tomaten und Schweinefleisch in dünne Scheiben schneiden, Kräuter wiegen, Haselnüsse und Zuckerkrokant hacken. Die besten Ergebnisse lieferten dabei die Kochmesser Global Yoshikin G-2 für 89 Euro, Solicut First Class für 77 Euro sowie das Santoku Grand Prix II von Wüsthof für 60 Euro. Alle drei Messer schneiden sehr scharf und genau. Ihre Schärfe behalten sie auch lange. Note: 1,8.

Ikea und Aldi

Die besten Messer im Test kosten zwischen 60 und 90 Euro. Dass es gute Messer aber auch für weniger Geld gibt, zeigt Ikea: Das Skärpt für 21 Euro schneidet ebenfalls scharf und genau. Seine Schärfe lässt jedoch recht bald nach. Auch das Damastmesser von Gehring - für 29 Euro als Aktionsware bei Aldi Süd - schneidet gut und bleibt sogar lange scharf. Note für beide: 2,2.

Billig und stumpf

Viel weniger als 20 Euro sollten Kochmesser jedoch nicht kosten. Die beiden Billigmesser im Test versagten in fast allen Punkten: Das Fackelmann Nirosta Premium für 14 Euro ist von Anfang an stumpf. Das bedeutet häufiges Nachschärfen. Obwohl angeblich spülmaschinengeeignet, fängt das Messer relativ schnell an zu rosten. Das Titanium II Professional - für 25 Euro im Block mit 13 anderen Messern - ist ebenfalls schon am Anfang stumpf. Seine flexible Klinge lässt sich zudem schwer führen. Verletzungsgefahr.

Zerbrochenes Keramikmesser

Eine Besonderheit unter Kochmessern sind solche mit Keramikklinge. Sie gelten als besonders scharf, hart und pflegeleicht. Daher exemplarisch mit im Test: Böker Ceramic für 119 Euro. Der Vergleich mit herkömmlichen Kochmessern zeigt: Das Keramikmesser ist zwar scharf, aber weniger für Hartes geeignet. In puncto Reinigung war das Böker tatsächlich das beste. Doch im Falltest zerbrach die Klinge. Wer mit einem Keramikmesser liebäugelt, sollte diese Empfindlichkeit bedenken.

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