Induktions­koch­felder im Test

System­vergleich: Induktion, Wärmestrahlung oder Gas

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Induktions­koch­felder im Test - Schnell heiß auf kalten Spulen

Drei Systeme. Praktisch, ihre Vor- und Nachteile zu kennen. © Istockphoto

Wer kochen will, hat die Wahl: Vom Gaskocher über Glaskeramik­feld mit Wärmestrahlung bis zum Induktions­herd ist vieles möglich. Jedes System hat Stärken und Schwächen.

Induktions­koch­felder im Test

  • Testergebnisse für 9 Induktions­koch­felder 03/2022
  • Testergebnisse für 5 Induktions­koch­felder mit Dun­stab­zug 03/2022

Gas

Lang­sam. Erst nach 13 bis 14 Minuten erzielten im letzten Test 1,5 Liter Wasser die 90 Grad.

Nicht mehr günstig. Seit Anfang 2021 sind die Gaspreise explodiert. Ein Jahr später war Kochen mit Gas nicht mehr güns­tiger als mit Induktion oder Wärmestrahlung.

Punkt­genau. Stufenlos regel­bar, Wärme sofort verfügbar, wärmt nicht nach.

Anspruchs­los. Funk­tioniert auch mit alten, verbeulten Töpfen und Pfannen.

Wärmestrahlung

Träge. Im letzten Test erreichten 1,5 Liter Wasser nach sieben bis zehn Minuten 90 Grad.

Lang­stre­ckensparer. Braucht zum Aufheizen mehr Strom als Induktion, zum Fortkochen weniger. Ab etwa 1 Stunde Fortkoch­zeit ist Wärmestrahlung bei 3 Liter Wasser spar­samer.

Heiß. Reagiert lang­sam. Die Platte wird heiß, Überge­kochtes brennt ein.

Geerdet. Gute Wärmeüber­tragung funk­tioniert nur mit ebenem Topfboden.

Induktion

Schnell. Heizt 1,5 Liter Wasser mit Booster in drei bis vier Minuten auf 90 Grad.

Stromsparer. Heizt stromsparend auf, braucht dann mehr Energie als Wärmestrahlung. Bei 3 Liter Wasser ist Induktion bis etwa 1 Stunde Fortkoch­zeit im Vorteil.

Direkt. Reagiert prompt, wärmt nicht nach. Koch­feld wird warm, nicht heiß.

Anziehend. Nur für Koch­geschirr mit ferro­magnetischen Böden geeignet.

Induktions­koch­felder im Test

  • Testergebnisse für 9 Induktions­koch­felder 03/2022
  • Testergebnisse für 5 Induktions­koch­felder mit Dun­stab­zug 03/2022
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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

keinereiner am 28.02.2023 um 09:52 Uhr
Sieben Jahre alte Geräte mit besseren Funktionen

Ich habe mich auf den Test verlassen und habe den Testsieger von Bosch gekauft.
Soweit alles gut nur musste ich mit erschrecken Feststellen, dass die Platte als solches tatsächlich auf der Oberfläche kleiner ist, als unser altes Modell, aber unten im Schrank mehr platz weg nimmt.
Kein Problem für einen Handwerker, aber trotzdem irritierend in einer Welt in der alles immer kleiner wird.
Was mich aber wirklich gestört hat, ist das Funktionen die ich auf meinem alten Herd hatte hier weg rationalisiert wurden.
Anstatt das man eine Leiste hat wo man die einzelnen Stufen wählen kann, gibt es nur noch ein + und -. Das klingt vielleicht banal, aber wenn gerade das Wasser überkocht und man Erstmal 5-6-7 Sekunden auf das Minus drücken muss, bis er bei Stufe 2-3 angekommen ist, anstatt einfach auf die 2 oder 3 zu drücken, dann ist das einfach ein Rückschritt.
Ich komme übrigens von einem Bosch Kochfeld PIV675N17E/01 wo leider das Glas gesprungen ist.

Anna_C am 08.11.2022 um 13:28 Uhr
Barrierefrei

Vielen Dank für die Antwort! Als Anregung: Es wäre schön, wenn Sie zum Stichwort "Barrierefreiheit" im Test vielleicht einen Satz verlieren könnten, und sei es eben nur die Feststellung "Keines der Geräte ist für Menschen mit einer Sehbehinderung bedienbar." Sowas ist ja auch immer ein Signal an die Hersteller, dass es durchaus potentielle Kunden gibt, für die so etwas eine Rolle spielt.
Eine Touch-Funktion wäre übrigens per se noch kein Ausschlusskriterium, wie z.B. einige Smartphones zeigen, die gut für Blinde bedienbar sind. Es käme nur auf die Umsetzung an. Denkbar wäre beispielsweise eine Bedienung per App.

Profilbild Stiftung_Warentest am 08.11.2022 um 13:12 Uhr
Getestete Induktionskochfelder nicht barrierefrei

@Anna_C: Da können wir leider wenig weiterhelfen, denn keines unserer geprüften autarken Kochfelder ist wirklich barrierefrei.
Der Neff hat zwar einen Drehknopf, aber der muss gezielt auf dem Kochfeld platziert werden, um dieses dann zu regeln.
Wie auch unsere Produktauswahl zeigt, sind autarke Kochfelder fast immer über Touchfunktion einstellbar.
Drehknöpfe gibt es nur noch bei kombinierten Backofen-Kochfeld Geräten, wo der Backofen direkt unter dem Kochfeld platziert ist.

Anna_C am 08.11.2022 um 08:22 Uhr
Barrierefreiheit

Können Sie etwas zur Barrierefreiheit dieser Geräte sagen? D.h. ist da eines dabei, das auch für Blinde bedienbar ist, sei es über Drehknöpfe, über Sprachausgabe oder über eine barrierefreie App? Bei einem Anbieter habe ich Sprachausgaben für bestimmte Herde gefunden (Siemens EQ211KA00, Neff HMK 161, Neff HMK 260), aber diese Ziffernfolgen kann ich in Ihrem Test so nicht wiederfinden.
Beschrieben wird bei dem Anbieter auch ein "Flexzonen-Induktionskochfeld", das das für Blinde auf einem Glasfeld mühsame Positionieren des Topfes ersparen soll ("das Kochfeld findet den Kochtopf automatisch"). Können Sie etwas dazu sagen, welcher der Herde so etwas bietet?
Danke!

Profilbild Stiftung_Warentest am 22.08.2022 um 11:57 Uhr
Kochfeld mit Abzug von Berbel

@Hans-Peter.Zint: Wir hätten auch gerne ein Berbel Gerät in unseren Test einbezogen, aber Berbel hat zum Testzeitpunkt gerade seine Produktpalette umgestellt. Wir hätten also nur ein Gerät testen können, welches bis zur Veröffentlichung ausgelaufen bzw. durch einen Nachfolger ersetzt worden wäre.