Induktion: Kalte Spulen

Koch­felder im Test Test

Die Moderne. Spulen unter einer Glaskeramikplatte erzeugen Magnetfelder, die im Topf Wirbel­ströme verursachen und ihn aufheizen. Die Platte bleibt relativ kühl. Erforderlich sind Töpfe mit magnetisier­barem Boden aus Guss­eisen oder Stahl, Aluminium funk­tioniert nicht. Moderne Geräte bieten flexible Kochzonen für Groß­geschirr wie Bräter oder Grill­platten. Induktion ist schnell: 1,5 Liter Wasser kochen in 5 bis 8 Minuten, mit Booster etwas schneller. Die Regelung reagiert so direkt wie beim Gaskocher.

Ab 300 Euro ist Induktion zu haben, Luxusmodelle kosten einige tausend Euro. Induktion ist etwa 20 Prozent spar­samer als Wärmestrahlung. Zehn Jahre starke Nutzung kosten 800 bis 950 Euro Strom.

Induktions­felder in der Praxis­prüfung

Koch­felder im Test Test

Induktion. Der gesamte Rand wird häufig nicht aufgeheizt (links). Flächeninduktion. Einige Spulen am Rand heizen nicht (rechts).

Vier gute Modelle von Bosch, Neff und Siemens führen das Feld an. Die anderen schwächeln in der Wärmever­teilung und brummen zum Teil beim Aufheizen.

Gleich­mäßig heizen nur Bosch und Siemens die Pfanne auf, die anderen zeigen in der Mitte und am Rand meist kühlere Stellen (siehe Foto). Bei Geräten mit recht­eckigen Kochzonen ist die Wärmever­teilung in recht­eckigen Pfannen teils besser als in runden.

Flexible Kochzonen mit Flächeninduktion bieten fünf Modelle. Das sehr teure Gaggenau kann ganz­flächig heizen, aber nur vier Töpfe gleich­zeitig. Das Gerät verteilt die Hitze in runden Töpfen schlecht. Neff bietet als Einziger fünf Koch­stellen, davon eine Kochzone für Groß­geschirr. Beide Modelle sind mit etwa 75 Zenti­metern extrabreit. Geräte ohne flexible Kochzone haben bis auf Ikea eine Bräterzone.

Störendes Brummen beim Ankochen war im Test vor allem bei AEG und Ikea zu hören. Völlig leise verhielt sich der Gaggenau.

Induktions­koch­felder: 5 bis 10 Zenti­meter Abstand halten

Magnetische Felder. Beim Kochen mit Induktion entstehen rund um die Töpfe magnetische Streu­felder, die in den Körper eindringen und auf Zellen wirken können. Halten Induktions­geräte die im Produktsicher­heits­gesetz geforderten Grenz­werte ein, besteht laut Bundes­amt für Strahlen­schutz (BfS) durch Streu­felder keine Gefahr für die Gesundheit. Das gelte auch für Schwangere und Kinder.

Geeignete Töpfe. Je weiter entfernt man von der Koch­stelle steht, desto geringer sind die magnetischen Felder. Das BfS empfiehlt einen Abstand von 5 bis 10 Zenti­meter zur Vorderkante des Herdes, um die Strahlenbelastung möglichst gering zu halten. Zudem sollten nur geeignete Töpfe möglichst zentriert und in der passenden Größe auf der Koch­stelle stehen.

Herz­schritt­macher. Die magnetischen Streu­felder können die Funk­tion elektronischer Implantate wie Herz­schritt­macher und Defibrillatoren stören. Träger solcher Implantate sollten sich mit ihrem Arzt beraten, bevor sie einen Induktions­herd verwenden.

Dieser Artikel ist hilfreich. 194 Nutzer finden das hilfreich.