Wärmestrahlung: Heiße Platten

Koch­felder im Test Test

Der Stan­dard. Unter einer Glaskeramikplatte erzeugen glühende Heizwendeln die Hitze. Platz ist meist für vier Töpfe, wobei ein Feld zur Bräterzone erweitert werden kann (siehe Foto). Die Regelung reagiert etwas lang­sam: zwar nicht ganz so träge wie bei den alten Stahl­platten, aber längst nicht so fix wie bei Induktion. 1,5 Liter Wasser kochen in 7 bis 10 Minuten. Die Koch­felder*) zu reinigen, ist mitunter aufwendig, da Speisen in die heiße Platte einbrennen können.

Ab 200 Euro gibt es strahlungs­beheizte Koch­felder, sie können aber auch mehr als 1 000 Euro kosten. Ihr Energieverbrauch ist im Vergleich zur Induktion höher. Zehn Jahre intensive Nutzung kosten im Test etwa 1 000 bis 1 200 Euro Strom.

Die Koch­felder*) in der Praxis­prüfung

Knapp vorn landen Miele und Siemens. Andere sind kaum schlechter, jedoch deutlich güns­tiger: Constructa etwa kostet kaum halb so viel wie Miele – bei fast gleicher Leistung.

Am schnellsten heizen Constructa, Bosch und Siemens die Töpfe auf, die anderen brauchen etwas länger, vor allem der Beko.

Am gleich­mäßigsten erhitzt Miele die Pfannen. Die anderen sind in der Mitte oft heiß, am Rand kühler. Das kann bei schlechten Töpfen dazu führen, dass etwas anbrennt.

Drei­kreiskoch­felder für drei Topf­größen bieten nur AEG und Ikea. Die anderen sind mit Zwei­kreis­feldern etwas weniger flexibel. Alle haben eine ovale Bräterzone.

Heiße berühr­bare Stellen nahe des Rahmens und in der Nähe der Koch­stellen stören etwas bei Amica, Constructa und Zanussi.

Die Strom­kosten ähneln sich. In zehn Jahren starker Nutzung verursachen die spar­samsten Modelle (Miele, Zanussi) rund 200 Euro weniger als Beko mit dem höchsten Verbrauch.

*) Wort geändert am 12. März 2015

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