Für Beteiligungen an der Knothe Immobilienhandel AG, die zur Euro-Gruppe in Würzburg gehört, wird zurzeit im Radio geworben. Die Werbung verspricht Steuervorteile und schöne Renditen. Doch solche Unternehmensbeteiligungen sind für Anleger riskant.

Das Anlegergeld soll unter anderem in Immobilien investiert werden. Dafür stellen Prospekte Gewinne von 8 und mehr Prozent pro Jahr bei einer Laufzeit von mindestens 30 Jahren in Aussicht. Dabei ist ungewiss, ob die Investitionen auch Erträge abwerfen werden. Rentieren sich die Investitionen nicht, wird es für Anleger gefährlich. Denn als atypisch stille Gesellschafter werden sie Mitunternehmer bei Knothe und sind nicht nur am Gewinn, sondern auch am Verlust der Gesellschaft beteiligt.

Misstrauisch machen auch die Vertriebsmethoden der Euro-Gruppe. Vermittler empfehlen bisweilen Anlegern eine Kündigung ihrer Lebensversicherung. Das Geld sollen sie dann in Beteiligungen investieren: bei Knothe, Goj, Lenz, Schober, Pierenz oder Schuster-Schreiber, alles Firmen der Euro-Gruppe. Es geht meist um mehrere zehntausend Euro für langjährige Verträge.

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