Knöllchen Meldung

Nationaltorwart Olli Kahn sollte beim nächsten Auslandstrip mit dem Ferrari Acht geben. Bußgeld kann in Zukunft EU-weit eingetrieben werden.

Deutsche Autofahrer müssen damit rechnen, dass Knöllchen aus dem EU-Ausland in Zukunft von deutschen Behörden eingetrieben werden. Die EU-Justizminister haben sich im Mai ge­einigt, Geldstrafen und Bußgeld gegenseitig anzuerkennen. Sanktionen über 70 Euro sollen nun europaweit vollstreckt werden.

Bisher hatten deutsche Urlauber im Heimatland nichts zu befürchten, wenn sie etwa in Italien zu schnell gefahren waren. Denn es gab dazu keine Länderabkommen. Damit wird Schluss sein, sobald die Vorschläge der Justizminister in nationales Recht umgesetzt sind. Das ist nach Angaben des Bundesjustizministeriums aber erst nach der Sommerurlaubssaison 2003 zu erwarten.

Der ADAC weist auf die Folge der neuen Regeln hin: Deutsche Urlauber müssen sich in Zukunft in einer fremden Sprache und ohne Kenntnis des ausländischen Rechts verteidigen, um zu verhindern, dass die deutschen Behörden zu Unrecht Geld von ihnen wollen.

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