Vergleich der Prüf­methoden: Theorie und Praxis

Kühl­leistung. Die Stiftung Warentest ermittelt sie mit anderen Prüfungen als die Anbieter.

Die geprüften Klimageräte tragen Energielabel von A bis A+++. Die Werte auf dem Label stammen aus Norm­prüfungen. Die sind jedoch praxis­fern. Wir testen näher an der Realität. Unter unseren Prüfbedingungen erzielen manche Geräte nicht die Leistung, die sie nach der Norm­prüfung haben.

Prüfungen im Vergleich

Spezielle Programme. Für das EU-Label darf der Anbieter das Gerät verändern – mit auf die Prüfbedingungen optimierter Software. Er darf sogar Bauteile austauschen. Die genauen Para­meter der Änderungen sind nicht bekannt. Die Steuerungs­elektronik, die im Normal­betrieb die Kühl­leistung reguliert, kommt nicht zum Einsatz.
Prüfung in unserem Test: Die Stiftung Warentest verwendet keine von Herstel­lern vorgegebenen Test­programme. In den Prüfungen benutzen wir nur Einstel­lungen, die Nutzer zu Hause an ihrem Gerät vornehmen können. So erhalten wir praxis­nahe Ergeb­nisse.

Hohe Innen­temperaturen. Die Norm­prüfung ermittelt die Kühl­leistung von Splitgeräten bei einer Raum­temperatur von 27 Grad und vier verschiedenen Außen­temperaturen. Die Messungen für Mono­blöcke dagegen erfolgen nur bei einer Temperatur; die Geräte kühlen mit Höchst­leistung, während der Raum per Heizung auf 35 Grad Celsius gehalten wird.
Prüfung in unserem Test: Wir stellen sowohl die Splitgeräte als auch Mono­blöcke auf eine gewünschte Raum­temperatur von 24 Grad Celsius ein. Wir prüfen alle Klimageräte mit vier verschiedenen Außen­temperaturen: 35, 30, 25 und 20 Grad Celsius. Der Abluft­schlauch der Monos hängt durch eine Öffnung nach draußen, die ein angekipptes Fenster nach­stellt. Außen­luft strömt ins Zimmer.

Kurzer Schlauch. Der Abluft­schlauch der Mono­blöcke wird auf 50 Zenti­meter gekürzt und durch ein Loch in der Wand heraus­geführt. So ein kurzer Schlauch reicht in der Praxis fast nie.
Prüfung in unserem Test: Wir belassen den Abluft­schlauch der Mono­blöcke in voller Länge im Prüf­raum. Der bis zu 1,65 Meter lange und bis zu 15,5 Zenti­meter dicke Schlauch erhitzt sich und heizt den Raum zusätzlich auf.

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TestKlimageräte im Test04.06.2020
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