So haben wir getestet

Im Test: 10 Klimageräte, davon 4 Mono­blöcke und 6 Splitmodelle mit je einem Innen- und einem Außengerät (Single-Splits), darunter ein mobiles Splitgerät. In beiden Produkt­gruppen wählten wir Geräte mit möglichst ähnlicher Kühl­leistung und App-Steuerung. War die WLan-Schnitt­stelle nicht integriert, kauf­ten wir zugehörige Module und testeten sie mit. Wir kauf­ten im Oktober und November 2019 ein. Die Preise ermittelten wir im April 2020 durch eine Befragung der Anbieter.

Umwelt und Energieeffizienz: 50 %

Wir ermittelten, wie effizient die Geräte eine bestimmte Wärmemenge von drinnen nach draußen trans­portieren. Dabei orientierten wir uns an den Prüfnormen für Klimageräte Din EN 14825:2018 und Din EN 14511:2018, Teil 1–4. Nach den Prüfnormen müssen die Verdichter- und Ventilatordrehzahl der Geräte nach Herstel­lervorgabe fixiert werden. Diese Betriebs­weise unterscheidet sich jedoch vom realen Betrieb neuer Klimageräte.

Um die Leistungs­tests besser an die realen Einsatz­bedingungen anzu­passen, haben Wissenschaftler unter Federführung der Bundes­anstalt für Material­forschung und -prüfung eine sogenannte Kompensations­methode entwickelt, die unabhängig von Herstel­lervorgaben durch­geführt werden kann und die Regelung der Klimageräte im Test berück­sichtigt. Die Beschreibung der erforderlichen Prüfein­richtung findet sich unter anderem auf Eng­lisch im International Journal of Refrigeration. Die Geräte kühlten bei 24 °C Innen­temperatur und vier unterschiedlichen Außen­temperaturen: 35, 30, 25 und 20 °C.

Die Mono­blöcke installierten wir praxis­nah mit ungekürzten Abluft­schläuchen. Wir berück­sichtigten, dass im Betrieb der Geräte Außen­luft in den Raum zurücks­trömt. Weiterhin bewerteten wir die Treib­haus­wirkung des einge­setzten Kälte­mittels, bei den Splitgeräten zusätzlich die Geräusch­emission des Außengeräts mittels Schall­leistungs­messung und subjektiver Beur­teilung.

Kühlen: 35 %

Wir bewerteten die Kühl­leistung, die die Geräte bei einer einge­stellten Raum­temperatur von 24 Grad Celsius erbrachten, wenn außen Temperaturen von 35 °C herrschten. Weiterhin beur­teilten wir die Zeit, die die Klimageräte benötigten, um einen Testraum von 3,5 mal 4 Metern (36,4 m3) von 35 °C auf 24 °C herunter­zukühlen – außen herrschten 30 °C. Im selben Raum maßen wir mit maximaler Lüfter­stufe die Luft­strömung an drei Punkten in zwei Metern Entfernung vom Gerät und in 1,25 Metern Höhe (sitzende Person) und 1,75 Metern Höhe (stehende Person). An allen sechs Positionen bewerteten fünf Nutzer die fühl­bare Luft­strömung. Die Verteilung der Temperatur maßen wir an 49 im Raum verteilten Punkten in Kopf­höhe einer sitzenden Person. Mit Schall­leistungs­messungen und subjektiven Beur­teilungen durch fünf Nutzer bewerteten wir, wie laut oder störend die Geräusche der Innengeräte waren.

Hand­habung: 15 %

Ein Experte und fünf Nutzer untersuchten die Gebrauchs­anleitung unter anderem auf Voll­ständig­keit, Lesbarkeit, Verständlich­keit und ob die zur Verfügung stehenden Betriebs­arten nach­voll­zieh­bar beschrieben wurden. Ein Experte bewertete, wie sich das Gerät inklusive Montage der Abluft­schläuche installieren lässt und wie lange die Montage der Splitgeräte dauert. An den Mono­geräten prüften wir, ob das mitgelieferte Material Kipp- und Dreh­fenster abdichten kann. Mobile Geräte beur­teilten wir dahin­gehend, wie gut sie sich trans­portieren und aufbewahren lassen. Außerdem bewerteten die Prüfer das Einstellen am Gerät, mit der Fernbedienung und bei Splitgeräten auch per App-Steuerung. Die Reinigungs­freundlich­keit haben wir ebenfalls bewertet.

Außerdem prüfte ein Experte in Anlehnung an die Prüfnorm Din EN 60335 die elektrische Sicherheit. Er achtetet unter anderem auf den Schutz vor elektrischem Schlag, mecha­nische Sicherheit wie möglichen Finger­kontakt mit rotierenden Lüfter­teilen und auf Verarbeitung, etwa die Stabilität von Bauteilen. Diese Prüfung bestanden alle Geräte.

Abwertungen

Abwertungen bewirken, dass sich Mängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Sie sind in der Tabelle mit Stern­chen *) gekenn­zeichnet. Folgende Abwertungen setzten wir ein: Fanden wir auf den Verpackungen falsche Gerätebezeichnungen, zogen wir vom test-Qualitäts­urteil eine halbe Note ab. Lautete das Urteil für die Umwelt- und Energieeffizienz auf Ausreichend, konnte das test-Qualitäts­urteil maximal eine halbe Note besser als Ausreichend sein. Wurde das Geräusch des Innengeräts mit Mangelhaft bewertet, werteten wir das Urteil Kühlen um eine halbe Note ab. Lautete das Urteil für die Fens­ter­abdichtung mangelhaft, werteten wir das Urteil Hand­habung um eine halbe Note ab.

Praktisch. Die gewünschte Temperatur lässt sich am Pinguino von De‘Longhi am einfachsten einstellen.

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