Klimageräte im Test

FAQ Klimageräte: Coole Lösungen für heiße Tage

Klimageräte im Test - Mono­block oder Splitgerät?
Klimawand. Wenn es leise summt freuen sich alle im Raum – die CO2-Bilanz ist ein anderes Thema... © mbbirdy

Angenehme Kühle an heißen Tagen – gute Klima­anlagen können diesen Wunsch erfüllen. Viele Leser suchen aber auch nach anderen Lösungen, um Über­hitzung zu vermeiden. Hier einige Antworten zu heiß diskutierten Fragen.

Klimageräte im Test

  • Testergebnisse für 5 Klimageräte Mono­blöcke 06/2021
  • Testergebnisse für 5 Klimageräte Splitgeräte 06/2021
  • Testergebnisse für 4 Klimageräte Mono­blöcke 06/2020
  • Testergebnisse für 6 Klimageräte Splitgeräte 06/2020
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Inhalt

Das richtige Klimagerät finden

Welche Art von Klima­anlage ist für den privaten Einsatz zu empfehlen?

Zur Auswahl stehen Splitgeräte, die aus einem Außen- und einem Innen­teil bestehen (Kühl­teil im Zimmer und Kompressor draußen) sowie bewegliche Mono­block­geräte. Alle arbeiten mit Ventilatoren, die kalte Luft im Raum verteilen. Wichtige Kauf­kriterien sind Kühl­leistung, Strom­verbrauch, Komfort, Laut­stärke und einfaches Bedienen. Energieeffizienz, Strom­kosten und Schall­leistungs­pegel (Lärm) sind sehr unterschiedlich. Vor- und Nachteile der Geräte­typen sowie Test­ergeb­nisse erläutern wir in unseren Klimageräte-Test.

Wie viel Kühl­leistung ist für ein 25 Quadrat­meter großes Zimmer nötig?

Das lässt sich pauschal nicht sagen. Entscheidend ist, wie stark die Sonnen­einstrahlung, wie hoch die Zimmerdecke und wie gut der Raum gedämmt ist, ob sich Roll­läden vor den Fens­tern befinden oder ob Sonnen­schutz­folien auf den Fens­terscheiben kleben. Vor einer Investition sollten Sie sich den Kühlbedarf vom Fachmann berechnen lassen. Die Anbieter haben unterschiedlich leistungs­starke Geräte im Sortiment.

Was ist der Unterschied zwischen Single-Split und Multi-Split?

Single-Split-Anlagen haben ein Außen- und ein Innen­teil. Bei Multi-Split-Anlagen gibt es ebenfalls ein Außen­teil (mit dem Kompressor), aber mehrere Innen­teile. Dies ermöglicht die Kühlung mehrerer Zimmer oder größerer Räume.

Klimagerät montieren

Was ist bei der Montage eines Splitgerätes zu beachten?

Nur Kälteklimafach­betriebe dürfen Splitgeräte installieren und dein­stallieren − anderenfalls erlischt die Gewähr­leistung für die Geräte. Bei der Installation durch­bohren die Fachleute Außenwände und verlegen elektrische Leitungen. Wer ein Mehr­familien­haus bewohnt, muss vor der Installation die Zustimmung des Vermieters oder der Eigentümer­gemeinschaft einholen.

Auch der Denkmal­schutz kann den Traum vom Klimagerät zerstören. Die Kälte­mittel­leitung zwischen Außen- und Innen­teil sollte möglichst kurz sein. Falls Sie einen Anbringungs­ort ohne Hitzestau und vielleicht sogar ohne pralle Sonnen­bestrahlung finden, verbessern Sie den Wirkungs­grad der Anlage und profitieren dauer­haft von etwas geringeren Strom­kosten.

Muss der Kompressor unbe­dingt an der Fassade hängen oder kann ich ihn auch auf den Balkon stellen?

Wenn Ihr Balkon genügend groß ist, können Sie das Außen­teil mit dem Kompressor dort aufstellen. Das ist wahr­scheinlich einfacher und billiger als die Montage an der Fassade. Aber: Beachten Sie, dass Kompressor und Ventilator unangenehme Geräusche verursachen. Wählen Sie dafür also möglichst einen Ort, an dem sowohl Sie als auch die Nach­barn wenig vom Lärm gestört werden. Die Bewertung des Geräuschs ist ein wichtiges Kriterium in unserem Klimaanlagen-Test.

Wie dick sind die Schläuche der mobilen Klimageräte?

Die Modelle im Klimageräte-Test der Stiftung Warentest haben Außen­durch­messer von 15 Zenti­metern.

Klimagerät bedienen

Kann ich mobile Geräte von einem Raum in den anderen bewegen?

Im Prinzip ja. Sie benötigen an jedem Aufstell­ort ein geeignetes Fenster, durch das der oder die Schläuche die Abluft heraus­blasen können.

Kann ich die Klimageräte mit Solar­strom betreiben?

Die Kombination ist möglich. Die Anlagen laufen vor allem dann, wenn viel Sonne scheint. Ein hoher Eigen­verbrauchs­anteil von selbst erzeugtem Solar­strom rechnet sich. Beachten Sie allerdings, dass PV-Module Gleich­strom erzeugen und die getesteten Klimageräte mit Wechsel­strom laufen. Da übliche PV-Anlagen aber ohnehin über einen Wechsel­richter verfügen, ist dies kein Problem.

Was halten Sie davon, den Abluft­schlauch der Mono­block-Klima­anlage nicht durchs offene Fenster zu führen, sondern durch einen Ausschnitt im Glas, damit keine warme Luft von außen zurücks­trömt?

Die Lösung bietet den Vorteil, dass das Eindringen der warmen Luft hier verhindert wird. Alternativ ist es auch möglich, den Fens­terspalt zum Beispiel mit Schaum­stoff­keilen zu verstopfen. Das grund­legende Problem bleibt allerdings bestehen: Die Gesetze der Physik erzwingen, dass ein Druck­ausgleich statt­finden muss. Durch Fugen und Ritzen an anderer Stelle wird zwangs­läufig Luft von außen ins Haus dringen.

Falls die feucht­warme Luft von draußen womöglich sogar über zugige Kellerfenster und kalte Kellerräume angesaugt wird, könnten dort in der Folge sogar Kondensation und Schimmel­probleme auftreten. Beachten Sie auch die Einbruchs­gefahr bei offenen Fens­tern und Probleme bei Isolierglas­fens­tern.

Alternativen zum Klimagerät

Was bringt eine Sonnen­schutz­folie?

Vor allem auf Dach­fens­tern können diese Folien die Sonnen­einstrahlung deutlich mindern. Die Folien lassen sich relativ einfach nach­rüsten. Sie bestehen aus mehreren Schichten, die zum Teil hauchdünn mit Metall bedampft sind. Eine Modell­rechnung für einen 20 Quadrat­meter großen Raum mit schrägen Dach­flächen­fens­tern zeigt, dass sich die Temperatur so von 39 auf 31 Grad Celsius reduzieren lässt. Der Sonnenschutzfolien-Test zeigt allerdings auch deren Schatten­seiten.

Wie wirk­sam sind Roll­läden oder Außenjalousien?

Mit Roll­läden oder Außenjalousien lässt sich die Hitzequelle weit­gehend oder sogar komplett ausschalten.

Was kann ich als Mieter tun?

Leider wenig. Innenjalousien, die mit Alu beschichtet sind, lassen sich auch ohne Bohren am Fenster anbringen. Ebenso Mückennetze, die beim nächt­lichen Lüften helfen. Aber für bessere Fens­terverglasung, wirk­same Wärmedämmung oder neue Außenroll­läden ist der Vermieter zuständig. Vielleicht können Sie ihn davon über­zeugen, dass eine derartige Investition den Wert der Immobilie steigert.

Was ist beim Neubau von vorn­herein zu beachten, damit eine Klima­anlage nicht erforderlich ist?

Klimageräte sind oft nur Notlösungen, um Planungs­fehler von Bauherren und Architekten auszubügeln. Wichtigster Tipp: An heißen Sommer­tagen sollte möglichst wenig Sonne direkt durch die Fenster ins Haus strahlen können. Dabei hilft zum Beispiel ein Schatten spendender, weiter Dach­über­stand.

Im Dach­geschoss schützen Gauben mit Vordach deutlich besser vor Über­hitzung als schräge Dach­flächen­fenster. Eine gute Wärmedämmung, insbesondere auch im Dach­bereich, beugt ebenfalls sehr effizient vor. Siehe dazu unser Test Dachdämmung: Bloß keine Wärmebrücke.

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