Klimageräte im Test Klappt die kühle Brise?

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Klimageräte im Test - Klappt die kühle Brise?
Effektive Abkühlung. Die guten Klima-Splitgeräte kühlen über­hitzte Räume schnell ab. © Stiftung Warentest / Ralph Kaiser

Im Klimageräte-Test kosten die Splitmodelle zwischen 700 und 2630 Euro. Ob sie in Hitze­perioden effektiv kühlen, lässt sich am Preis aber nicht erkennen.

Klimageräte im Test

  • Testergebnisse für 13 Klimageräte Splitgeräte 06/2021, 06/2022
  • Testergebnisse für 5 Klimageräte Mono­blöcke 06/2021
Inhalt
Liste der 18 getesteten Produkte
Klimageräte Splitgeräte 06/2021, 06/2022
  • Comfee MSAF5-12HRDN8 Set Hauptbild
    Comfee MSAF5-12HRDN8 Set
  • Daikin FTXJ35MW / RXJ35M Hauptbild
    Daikin FTXJ35MW / RXJ35M
  • Daikin FTXM25R + RXM25R Hauptbild
    Daikin FTXM25R + RXM25R
  • Hitachi RAK-25PSES + RAC-25WSE Hauptbild
    Hitachi RAK-25PSES + RAC-25WSE
  • LG DC09RH.NSJ + DC09RH.UL2 Hauptbild
    LG DC09RH.NSJ + DC09RH.UL2
  • Midea MSAGAU-09HRFN8-ME + MOX201-09HFN8-ME Hauptbild
    Midea MSAGAU-09HRFN8-ME + MOX201-09HFN8-ME
  • Mitsubishi Electric MSZ EF35VGKW / MUZ EF35VG Hauptbild
    Mitsubishi Electric MSZ EF35VGKW / MUZ EF35VG
  • Mitsubishi MSZ-HR25VF + MUZ-HR25VF Hauptbild
    Mitsubishi MSZ-HR25VF + MUZ-HR25VF
  • Panasonic CS-TZ25WKEW + CU-TZ25WKE Hauptbild
    Panasonic CS-TZ25WKEW + CU-TZ25WKE
  • Samsung AR09TXCAAWKN + AR09TXCAAWKX Hauptbild
    Samsung AR09TXCAAWKN + AR09TXCAAWKX
  • TCL TAC-12CHSD / XA21I-QC Hauptbild
    TCL TAC-12CHSD / XA21I-QC
  • Toshiba RAS-13PAVPG-E / RAS-13PKVPG-E Hauptbild
    Toshiba RAS-13PAVPG-E / RAS-13PKVPG-E
  • Toshiba RAS-B10J2KVSG-E + RAS-10J2AVSG-E1 Hauptbild
    Toshiba RAS-B10J2KVSG-E + RAS-10J2AVSG-E1
Klimageräte Mono­blöcke 06/2021
  • AEG ChillFlexPro AXP26U338CW Hauptbild
    AEG ChillFlexPro AXP26U338CW
  • De’Longhi PAC EL92 Silent Hauptbild
    De’Longhi PAC EL92 Silent
  • Koenic KAC 3232 Hauptbild
    Koenic KAC 3232
  • Remko MKT 255 eco Hauptbild
    Remko MKT 255 eco
  • Suntec Easy 2.7 eco Hauptbild
    Suntec Easy 2.7 eco

Im Sommer versprechen Klimageräte schnelle Abkühlung für über­hitzte Wohnungen. Die erste Entscheidung lautet immer: Splitgerät oder Mono­block?

Auch die Stiftung Warentest hat diese Entscheidung getroffen. In unserem aktuellen Test (6/2022) haben wir nur noch Splitgeräte untersucht. Grund: Mono­blöcke sind wenig energieeffizient. In unseren Tests der letzten Jahre ist keines der Geräte über die Note 3,5 hinaus­gekommen. Die Ergeb­nisse für fünf Mono­blöcke aus test 6/2021 finden Sie in einer eigenen Tabelle.

Warum sich der Klimageräte-Test für Sie lohnt

  • Test­ergeb­nisse. Unsere beiden Tabellen zeigen Bewertungen für insgesamt 18 Klimageräte aus den Tests 6/2022 und 6/2021, darunter 5 Mono­blöcke und 13 Splitgeräte (Preise: ab circa 240 Euro bis 2 630 Euro). Die Klimageräte im Test kommen unter anderem von Daikin, Mitsub­ishi, AEG und Toshiba.
  • Kauf­beratung. Wir nennen zu jedem getesteten Gerät ausführ­liche Details, etwa wie viel Strom­kosten in zehn Jahren anfallen oder wie laut sie sind. In der Tabelle können die Geräte einer Produkt­gruppe bequem miteinander verglichen werden.
  • Tipps und Hintergrund. Wir erklären was Wohnungs­eigentümer beim Einbau von Klima­anlagen recht­lich beachten müssen.
  • Heft­artikel als PDF. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf die PDF zu den Testbe­richten zu Klima­anlagen aus sowie zum Rechts-Special aus Finanztest 9/2021.

Klimageräte im Test

  • Testergebnisse für 13 Klimageräte Splitgeräte 06/2021, 06/2022
  • Testergebnisse für 5 Klimageräte Mono­blöcke 06/2021

Räume abkühlen, Temperatur halten

Vor allem zwei Dinge sollen Klima­anlagen können: über­hitzte Räume schnell herunter­kühlen und eine angenehme Zimmertemperatur halten. Das schnellste Splitgerät aus dem aktuellen Test brauchte fürs Kühlen nur vier Minuten. Ein Mono­block-Klimagerät von De‘Longhi erreichte die Ziel­temperatur erst nach einer Drei­viertel­stunde. Je höher die Außen­temperatur, desto schwerer fällt es den Mono­blöcken außerdem, die Temperatur im Zimmer erträglich zu halten.

Tipp: Einen kühlen Kopf bewahren Sie auch mit den Test­ergeb­nissen zu Sonnenschutzfolien und Ventilatoren.

Splitgeräte: Von Profis installiert

Dieser Typ ist ein Klimagerät ohne Ablauf­schlauch. Er besteht aus einem Innen- und einem Außengerät und muss aufwendig installiert werden. Ein Klima-Splitgerät kühlt Räume schneller und braucht weniger Strom als ein mobiles Klimagerät. Dafür ist es deutlich teurer. Der Haken: Nur Kälteklimafach­betriebe dürfen Splitgeräte installieren. Deren Monteure haben oft volle Auftrags­bücher, was eine lang­fristige Planung erfordert.

Vorteile von Splitgeräten

+ Kühlen schnell und gut.
+ Nied­riger Strom­verbrauch.
+ Steuerung per App möglich.

Nachteile von Splitgeräten

– Teuer in der Anschaffung.
– Besonders klima­schädliches Kälte­mittel.
– Aufwendige Installation vom Fach­betrieb.
– Vermieter oder Vermieterin müssen dem Einbau zustimmen.

Klimageräte im Test

  • Testergebnisse für 13 Klimageräte Splitgeräte 06/2021, 06/2022
  • Testergebnisse für 5 Klimageräte Mono­blöcke 06/2021

Mono­blöcke: Mobile Klima­anlagen

Die mobile Klima­anlage lässt sich über­all in der Wohnung aufstellen und pustet die Wärme durch einen Abluft­schlauch aus dem Fenster. Weil dadurch ein Unter­druck entsteht, strömt permanent warme Luft von draußen ins Haus und mindert den Kühl­effekt. Um diesen Luft­strom zu reduzieren, müssten Nutzer die Fenster abdichten. Und auch dann würde die Luft einen anderen Weg finden, um den Unter­druck auszugleichen. Einer der Gründe, warum Mono­blöcke in unseren Tests nie gut abschneiden.

Vorteile von Mono­blöcken

+ Günstig in der Anschaffung.
+ Aufbau ohne Genehmigung. ­
+ Kälte­mittel weniger klima­schädlich als in Splitgeräten.

Nachteile von Mono­blöcken

– Schlechter Kühl­effekt.
– Hoher Strom­verbrauch.

Das Video zum Klima­anlagen-Test

Wird es draußen und drinnen zu heiß, sorgen Klimageräte für Abkühlung. Die Stiftung Warentest testet sie regel­mäßig. Unser Video zeigt Geräte aus dem Test 2021, als wir Splitgeräte und Mono­blöcke getestet haben.

Unterm Dach müssen Klimageräte am meisten ackern

Unsere Berechnung zeigt die empfohlene Kühl­leistung für drei verschiedene Räume.

Klimageräte im Test - Klappt die kühle Brise?
© Adobe Stock , Stiftung Warentest

Je größer und höher ein Raum, desto mehr Kühl­leistung muss ein Klimagerät aufbringen. In unserer Simulation für Würzburg soll die Temperatur in drei Räumen mit Südfens­tern und guter Dämmung 26 Grad nie über­steigen. Die Kühl­leistung der getesteten Splitgeräte reicht dafür aus, die der Mono­blöcke nicht. Die Daten geben eine Orientierung. Eine schlechtere Dämmung, größere oder kleinere Fenster, aber auch die Anzahl der Personen oder Elektrogeräte verändern die Ergeb­nisse.

Tipp: Wie sich Haus und Wohnung auch ohne Klimagerät und teils sogar nach­haltiger kühlen lassen, steht im Special „Kühlen, lüften, dämmen“.

Klimageräte im Test

  • Testergebnisse für 13 Klimageräte Splitgeräte 06/2021, 06/2022
  • Testergebnisse für 5 Klimageräte Mono­blöcke 06/2021
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306 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Nutzer­kommentare können sich auf einen früheren Stand oder einen älteren Test beziehen.

WB1450 am 06.07.2022 um 00:39 Uhr
@DrJosefineKnecht,

Zu Ihrer Information,
a) Kann sein dass es für Ihr Haus keine Alternative ist - keine Dämmung
b) Hier täuschen Sie sich, im 1. Quartal 22 lag der Aneil EE an der Stromerzeugung bei 50%
c) Sie kennen vermutlich keine "Sehr guten" Klimaanlagen.
Mit einem kleinen Kaminofen kann kein Haus geheizt werden, hoffe Sie verfeuern nur absolut trockenes Holz und können den Ofen so bedienen, dass sich der Ausstoß an giftigen Stoffen in Grenzen hält - der Ausstoß vor Rußpartikeln lässt sich nicht verhindern.

DrJosefineKnecht am 05.07.2022 um 16:31 Uhr
Zugige Klimageräte allenfalls Notheizung

Liebe SW-Redaktion, ich gebe euch Recht, dass Klimageräte bestimmt als Notheizung taugen. Zu den unten aufgeführten Punkten hier meine Meinung:
a) Für unser Haus oder auch eine größere 3-4 Zimmerwohnung kann doch ein Klimagerät kein Ersatz zur Heizung sein.
b) Im Winter ist der Kohleanteil am Strom doch viel höher als im Jahresmittel! Haben Sie das eingerechnet? Mit Strom zu heizen finde ich höchstens bei sehr gut gedämmten Häusern in Ordnung. Sonst ist das sehr umweltschädlich und giftig.
c) Im Hotel schalte ich die Klimageräte immer sofort aus, denn ich mag den Lärm und Zugluft nicht leiden.
d) Da stimme ich zu. Aber als Notheizung scheint es wenigstens besser als jede reine Stromheizung zu sein (Heizlüfter, Infrarotheizung).
Wir nehmen als Notheizung lieber unseren kleinen Kaminofen, das kann ich allen Hausbesitzern nur empfehlen.

WB1450 am 05.07.2022 um 14:30 Uhr
@Warentest

a. Das hängt immer vom Raumzuschnitt und Dämmstandard ab, evtl. müsste ein weiteres Gerät aufgestellt werden.
b. Eine Klima wird immer aus 1 kWh Strom mehr als 2 kWh Wärme erzeugen und damit von der Co2 Bilanz besser. Bei Heizlüftern oder Infrarotheizungen trifft es zu.
c. Bei guten Geräten kein großes Thema.
d. Stimmt, bei Miet- oder Eigentumswohnungen kann es Probleme geben - bei jeder Änderung rund um die Wohnung.
Klimaanlagen können auch bivalent betrieben werden, die "alte" Heizung hilft nur an wenigen Tagen oder Stunden.
Wie sagt die Politik - Wir haben ein Wärmeproblem und kein Stromproblem -

Profilbild Stiftung_Warentest am 04.07.2022 um 10:45 Uhr
Heizen mit Klimagerät - selten effektiv

@Fassion: Wir haben Single-Split-Geräte zur Kühlung während heißer Sommertage getestet. Wo bereits ein solches Gerät vorhanden ist, kann es in begrenztem Umfang auch zum Heizen verwendet werden. Einige Punkte haben wir in aller Kürze bereits im Kasten "Heizen mit Klimagerät - selten effektiv" dargestellt:
a) Single-Split-Geräte bedienen nur einen Raum. Bei größeren Wohnungen wird das i.d.R. nicht ausreichen.
b) Der Wirkungsgrad nimmt mit der Außentemperatur ab. An eisigen Wintertagen ist dann die CO2-Menge, die infolge der Stromerzeugung anfällt größer als die, die durch eine Gasbrennwertheizung erzeugt wird.
c) Die Wärme wird über die Luft eingetragen und die damit einhergehenden Zugerscheinungen und Geräusche, die vom Innengerät ausgehen, werden nicht immer als angenehm empfunden, im Gegensatz zur Wärme von Radiatoren oder Fußbodenheizungen.
d) Bei Etagenwohnungen steht der Installation eines Splitgeräts oft ein Verbot des Vermieters oder der Eigentümergemeinschaft im Wege, weil die Fassade nicht durch die vielen einzelnen Außengeräte beeinträchtigt werden soll. Bei Einfamilienhäusern wäre das zwar nicht der Fall, hier kommt dann aber zum Heizen eher eine Wärmepumpe infrage, die das gesamte Haus mit Heizwärme bedienen kann.
Wer kein Klimagerät besitzt, sollte diese Aspekte vor einem Kauf bedenken.
Vorhandene Klimageräte können und sollten durchaus in der Übergangszeit zum Heizen ergänzend eingesetzt werden, denn bei Temperaturen bis etwa Null Grad sind sie auf jeden Fall umweltschonender als eine Gasheizung. Gerade in der aktuellen Gasmangellage ist das sinnvoll.

Fassion am 01.07.2022 um 17:08 Uhr
Hoffentlich nur der Anfang

Schön, dass das Thema Klimaanlage/Splitgeräte hier beleuchtet wird.
Nur schade, dass direkt schon im Titel davon wieder abgeraten wird.
Ich kann nur hoffen, dass sich das darin begründet, dass noch weitere Artikel zu diesem Thema folgen.
Denn, dass mit diesen Geräten gerade beim Heizen auch CO2 gespart werden kann (z.B. im Vergleich zu der hierzulande üblichen Gasheizung), wurde noch überhaupt nicht dargestellt.
Ich möchte daher dringend dafür plädieren einen weiteren Artikel zum Heizbetrieb dieser Geräte zu erarbeiten.