Klimageräte, Sonnen­schutz­folien, Dämm­stoffe Meldung

Deutsch­land stöhnt: Am Wochen­ende kletterten die Temperaturen auf bis zu 38 Grad. Klimageräte verkaufen sich jetzt besonders leicht. Doch viele Geräte fressen vor allem Strom und bringen wenig Abkühlung. test.de gibt Tipps für kühle Köpfe.

Geld zum Fenster rauswerfen

Besonders viel Energie für wenig Leistung verbrauchen die meisten mobilen Kompakt­geräte. Sie entziehen der warmen Raum­luft Energie und kühlen sie somit ab. Die erwärmte Abluft leitet ein dicker Schlauch nach draußen. Der Schlauch hängt meist durch ein geöff­netes Fenster. Dieses muss mühsam abge­dichtet werden. Ansonsten strömt durch den Schlitz warme Außen­luft zurück in den Raum. So schaffen die Kombigeräte selbst in kleinen Räumen und im Dauer­betrieb nur geringe Temperatursenkungen. Trotzdem über­steigen die Strom­kosten schon nach einigen heißen Sommern den Kauf­preis mancher Mono­block­geräte. Hinzu kommt: Die Kompakt­geräte laufen dauer­haft und sind laut. Sie erreichen bis zu 57 Dezibel. Ein normales Gespräch ist bei diesem Lärm unmöglich.

Effiziente Splitgeräte kaufen

Zwei­teilige Splitgeräte gehen effizienter mit Energie um. Sie sind fest installiert. Im Zimmer befindet sich die Kühl­fläche. Durch ein Loch in der Wand trans­portiert eine dünne Rohr­leitung die Wärme per Kälte­mittel nach draußen. Der an der Fassade hängende Ventilator sorgt für guten Wärmeaustausch. Auch dieses System frisst bei intensiver Benut­zung viel Strom. Und Splitgeräte erzeugen ebenfalls Geräusche. Die bekommt aber in der Regel der Nach­bar ab, da der Kompressor und Ventilator draußen steht. Achtung: Splitgeräte dürfen nur vom Fachmann installiert werden. Gute und weniger gute Klimageräte zeigt der Test.

Tipps: Ursachen beseitigen

Klimageräte kämpfen nur gegen die Symptome der Hitze. Die Ursachen wie schlechte Gebäudedämmung, große Dach­fens­terflächen, Südfassade ohne Beschattung beseitigen sie jedoch nicht.

  • Sonnen­schutz­folien. Wirk­samen Hitze­schutz gewähren auf Fenster geklebte Sonnen­schutz­folien. Sie reflektieren einen Groß­teil der Sonnen­strahlen und lassen nur wenig in den Innenraum. Einziger Nachteil: Die Folien filtern auch das Tages­licht. So werden Räume mit kleinen Fens­tern deutlich dunkler. Im Winter­halb­jahr verursachen die Folien oben­drein zusätzliche Heiz­kosten. Sonnenschutzfolien zum Selber­kleben gibt es ab 20 Euro je Quadrat­meter. Vom Fachmann angebrachte Folie ist zwar teurer, vermeidet aber Blasen und Kratzer und ermöglicht Garan­tieleistungen.
  • Roll­läden. Wer die Sonne nur bei Bedarf aussperren möchte, fährt mit Markisen, Außenjalousien oder Roll­läden besser. Roll­läden schützen zudem vor Einbrüchen und sparen im Winter Energie: Nachts herunter­gelassene Roll­läden sorgen für ein wärmedämmendes Luft­polster vor dem Fenster.
  • Dachdämmung. Je dicker die Dämmschicht auf dem Dach, desto besser ist nicht nur die winterliche Energie­ersparnis, sondern auch der sommerliche Hitze­schutz. Geeignet sind dafür zum Beispiel Holz­faserplatten. Sie lassen sich bei der nächsten Dachsanierung als Ergän­zung zur bereits vorhandenen Dämmung relativ einfach ober­halb der Sparren anbringen.
  • Natürliche Schattenspender. Ob Obst­baum oder Wild­strauch – an der richtigen Stelle gepflanzt, wirken die Blätter im Sommer als grüner Hitze­schutz. Auch Dach- und Fassaden­begrünung trägt zur angenehmen Klimatisierung und zum Wohn­komfort bei.
  • Lüften. Die tags­über aufgestaute Hitze muss raus. Sorgen Sie nachts und frühmorgens für Durch­zug.

Dieser Artikel ist hilfreich. 324 Nutzer finden das hilfreich.