Klimageräte Meldung

In diesen heißen Tagen versprechen Klimageräte Linderung für Hitzegeplagte. Doch die Heilsbringer zeigen profane Probleme: Sie kühlen nicht wirklich den Raum. Und sie verbrauchen sehr viel Strom. Umweltverbände weisen daraufhin, dass auf Geräte in Elektromärkten häufig entsprechende Hinweise fehlen. Diese sind wichtig für den Verbraucher und die Kennzeichnung des Energieverbrauchs Pflicht. test.de sagt, warum sich Kühlungsbedürftige gut überlegen sollten, ob sie sich ein Klimagerät zulegen.

Wenn's heiß wird

Der Wunsch nach Abkühlung während der sommerlichen Hitzeperioden ist verständlich. Da liegt es nahe, im nächsten Elektromarkt ein mobiles, einteiliges Klimagerät zu kaufen. Die so genannten Mono-Geräte kosten ab 200 Euro und sind kompakt genug für den Transport im Auto. Zu Hause lassen sich die mobilen Klimageräte bequem in jeden Raum stellen. Draußen steht die Hitze, drinnen ist es angenehm kühl. Das ist wahrscheinlich die Vision beim Kauf. Die Wirklichkeit sieht anders aus.

Ziemlich laut und wenig kühl

Gerade Mono-Klimageräte sind laut. Beim letzten Vergleichstest Klimageräte 6/2005 gab es - auch unter den zweiteiligen Splitgeräten - kein einziges leises Gerät. Das Brummen stört beim Schlafen. Selbst bei Gesprächen können Klimageräte nerven. Die Kühlung des Raumes hat Grenzen: Mono-Geräte kühlen mittelgroße Räume nicht mehr als fünf bis sechs Grad herunter. Nur bei Zimmern unter 20 Quadratmeter schaffen sie mehr. Wenn allerdings die Sonne direkt in den Raum scheint, fällt der Effekt geringer aus. Lediglich die Luftfeuchtigkeit sinkt um einige Prozent.

Enorm hoher Stromverbrauch

Was den meisten Käufern wohl erst bei der Stromrechnung auffällt, ist der immense Energieverbrauch von Klimageräten. Weit über 1 000 Watt Leistungsaufnahme sind die Regel. Ein Tag Kühlung mit Klimagerät erhöht die Stromrechnung schon um mehrere Euro. Besonders heiße Sommerperioden führen so schnell zu Kosten von über hundert Euro pro Jahr.

Fazit und Tipps

In Deutschland halten Hitzeperioden meist nicht sehr lange an. Überlegen Sie es sich gut, ob Sie sich in unseren gemäßigten Breiten ein Klimagerät anschaffen. Die meisten sind teuer und bringen nicht die erhoffte Wirkung.

  • Fenster abdecken. Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung im zu kühlenden Raum. Gegen die Sonne kommen Klimageräte nicht an. Rollos, Jalousien und UV-Folie verhindern wirksam den Treibhauseffekt in Räumen mit großen Glasflächen. Sie bringen mehr Kühlung und verbrauchen keinen Strom.
  • Richtig lüften. Halten Sie Fenster tagsüber möglichst geschlossen. So bleibt die warme Luft draußen. Lüften Sie dagegen ausgiebig in den kühleren Nacht- und Morgenstunden.

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