Immer mehr Lebens­mittel­hersteller werben mit dem Klima­schutz. Sie garan­tieren, dass von der Herstellung bis zum Trans­port möglichst wenig Kohlen­dioxid in die Atmosphäre gelangt. Bekann­testes Beispiel ist die Bratwurst der Bio-Marke Ökoland. Sie setzt auf den Slogan „Superwurst rettet die Welt“. Laut Ökoland ist sie kohlen­dioxid-neutral hergestellt: Bei der Herstellung entstandene Abgase gleicht der Anbieter durch den Kauf von Klimazertifikaten aus. Eine Umfrage des Meinungs­forschungs­instituts Prognos zeigte: Werbung mit Klima­schutz kann das Kauf­verhalten beein­flussen. Danach spielt es für 69 Prozent der Befragten eine Rolle, ob Werbung einen Hinweis darauf enthält. Aber: Die Werbung muss glaubwürdig daher­kommen. Das Bild mit der fliegenden, personifizierten „Superwurst“ löste bei über 80 Prozent der Befragten eher Miss­trauen aus. Und das, obwohl die Wurst laut Ökoland als erstes verarbeitetes Lebens­mittel das Siegel „Stop Climate Change“ trägt, das umwelt­schonende Produktion belegt. Mehr Glaubwürdig­keit attestierten die Befragten hingegen Werbung der Firmen Beko und Mercedes Benz.

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