Kleine Ausgaben können das Kindergeld der Eltern für erwachsene Kinder auch ohne Belege retten, wenn sie nach allgemeiner Lebenserfahrung bei Auszubildenden üblich sind. Im Finanzgericht Saarland ging es um die Kontoführungsgebühren, Ausgaben für Fachliteratur und Kosten für die Reinigung der Berufskleidung, die eine Krankenpflegerin in Ausbildung hatte. Das Finanzamt hatte die Höhe geschätzt und anerkannt. Die Familienkasse schloss sich nicht an. Das änderten die Richter. Die Einkünfte der Tochter blieben daraufhin im erlaubten Rahmen und die Mutter erhielt Kindergeld (Az. 2 K 1179/09).

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