Kleinbildvorsatz für Olympus-Digitalkameras Meldung

Preis: etwa 350 Mark

Anbieter:
Olympus
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www.olympus.de

Der Olympus Flash Filmscanner passt zu den Olympus-Kameras Camedia C-1000, C-1400, C-2500 und mit Adapter zu C-2000, C-2020, C-2040, C-3000, C-3030, C-3040.

Nicht nur Flachbettscanner mit Durchlichtaufsatz oder Filmscanner können Kleinbildfilme computertauglich machen. Das erledigen auch Kopiervorsätze für Digitalkameras. Mit ihnen können Kleinbildnegative und Dias einfach abfotografiert werden. Den Kopiervorsatz "Flash Filmscanner" des japanischen Kameraherstellers Olympus haben wir getestet und die Speicherbilder mit denen aus dem Scannertest verglichen: Die Ergebnisse können sich sehen lassen.

Der Flash Filmscanner ist ein Tubus mit Linsensystem und Filmrahmenhalter sowie zwei Filmrahmen ­ einen für gerahmte Dias und einen für Filmstreifen (6 Bilder). Hinzu kommen noch ein Farbkorrekturfilter und Software zum Speichern der Bilder auf dem Computer. Wir haben den Kopiervorsatz mit einer Olympus Camedia 3040 geprüft. Um diese Digitalkamera anschließen zu können, fehlt noch ein Filtergewindeadapter (Olympus CLS-1) für 50 Mark.

Der Flash Filmscanner ist einfach zu handhaben. Tubus auf die Kamera schrauben, Filmrahmenhalter waagerecht ausrichten, damit die Bilder später gerade sind. Sollen Negative übertragen werden, muss noch der Korrekturfilter dazu. Dann kommen Negative oder Dias in den Filmhalter. Nach Einschalten der Kamera wird der ganze Aufbau auf eine Lichtquelle ausgerichtet. Tageslicht oder das Licht eines Leuchttischs werden besonders empfohlen. Jetzt wird das Filmbild mit dem Zoom auf vollen Bildausschnitt vergrößert und die Kamera am besten auf Automatikbetrieb gestellt ­ fertig zum Belichten. Und wenn die Farbdarstellung nicht gefällt: Der manuelle Weißabgleich hilft meist weiter.

Nach der Aufnahme werden die Digitalbilder zum Computer überspielt. Die Olympus "Camedia Flash Filmscanner 35 Konvertierungs-Software" wandelt das Negativ in ein positives Bild um, begradigt die durch das Kameraobjektiv leicht gebogenen Bildkanten und beschneidet ein wenig die Ränder. Dadurch kann es passieren, dass Bildelemente am Rand fehlen. Dias müssen zwar nicht unbedingt mit dieser Software bearbeitet werden, es empfiehlt sich aber. Denn zusätzlich werden darüber die Farben korrigiert sowie Helligkeit und Kontrast angepasst.

Insgesamt ist die Bildqualität nicht schlechter als bei Flachbettscannern mit Durchlichtaufsatz. Erst die echten Filmscanner bringen sichtbar bessere Bilder zustande. Da gibt es höhere Schärfe und keine Linienverzerrungen. Mit den Farben kann es beim Diascan mit dem Olympus Flash Probleme geben. Sonnenlicht und automatischer Weißabgleich bringt bläuliche Bilder, (blauer Himmel), Neonlicht leicht grüne. Da lohnen sich Experimente.

Recht gut im Vergleich zu den Flachbettscannern sind die Digitalbilder von Negativen. Die sind zwar etwas dunkel, die Farben erscheinen aber recht natürlich. Die Auflösung der Bilder ist von der Kamera abhängig. Ein Flachbettscanner müsste für vergleichbare Bilder so zwischen 1.200 und 1.600 dpi (Dots per Inch, Bildpunkte pro Zoll) haben.

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