Klauseln für Erhöhung der Gaspreise Meldung

Gasanbieter halten sich nicht an Urteil des Europäischen Gerichts­hofs.

Unter­suchung. Immer noch nehmen sich 16 von 21 ausgewählten Anbietern das Recht heraus, ihre Preise ohne Angabe von Gründen zu ändern. Das ist das Ergebnis eines Schnelltests der Stiftung Warentest. Sie hat die Preis­erhöhungs­klauseln der fünf großen Gasanbieter sowie von Anbietern aus dem aktuellen Tarif­vergleich untersucht.

Urteil. Vor sechs Monaten urteilte der Europäische Gerichts­hof (EuGH): Unternehmen dürfen Preise nur ändern, wenn dafür nach­voll­zieh­bare Kriterien vereinbart sind. Es reiche nicht aus, die Preis­erhöhung im Voraus anzu­kündigen und ein Kündigungs­recht einzuräumen. Schon daran scheitern 16 Unternehmen. Immerhin fünf Unternehmen verpflichten sich, ihren Preis strikt an den Kosten zu orientieren. Das ist eigentlich fair. Welche Faktoren eine Rolle spielen und wann genau eine Preis­änderung fällig ist, lassen sie aber offen. Stiftung Warentest hält die Klauseln daher für zweifelhaft.

Tipp: Hat Ihr Unternehmen unwirk­same Klauseln, müssen Sie keine Preis­erhöhung akzeptieren. Wenn Sie bereits gezahlt haben, können Sie den Mehr­preis zurück­fordern.

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