Mit Schülern unterwegs. Gehen Teil­zeit­lehrer auf Voll­zeit-Klassen­fahrt, steht ihnen Frei­zeit­ausgleich zu.

Verbeamtete Lehrer auf Klassen­fahrt bekommen trotz ihres Rund-um-die-Uhr-Einsatzes kein Extra-Geld. Immerhin: Teil­zeit­lehrer haben ein Recht auf Frei­zeit­ausgleich. Das hat der Verwaltungs­gerichts­hof Baden-Württem­berg entschieden (Az. 4 S 2891/19). Geklagt hatte eine Studien­rätin aus dem Raum Karls­ruhe mit einem Pensum von 13 Unterrichts­stunden pro Woche. Sie wollte für eine einwöchige Klassen­fahrt nach Berlin wenigs­tens so bezahlt werden wie ihre voll­beschäftigten Kollegen. Die Teil­nahme an einer Klassen­fahrt gehöre auch bei Teil­zeit­lehrern zum normalen Schul­dienst und stelle damit keine „Mehr­arbeit“ im Rechts­sinne dar, begründeten die Richter in Mann­heim ihr Urteil. Nicht nur der Unter­richt, sondern auch die Vorbereitung darauf und organisatorische Aufgaben in der Schule gehörten zum Dienst. Bei Teil­zeitkräften müsse die Schulleitung den verschärften Einsatz bei einer Klassen­fahrt durch Entlastung bei organisatorischen Aufgaben oder dem Unter­richt ausgleichen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 3 Nutzer finden das hilfreich.