
Eine gute Gartensäge ist für viele Gärtner das A und O, um Obstbäume mit minimalen Verletzungen zu beschneiden. Ein Test der schwedischen Verbraucherorganisation Råd & Rön beschreibt, worauf es beim Kauf einer guten, aufklappbaren Astsäge ankommt. test.de zeigt die wichtigsten Testergebnisse für sechs auch in Deutschland erhältliche Klappsägen.
Ideal für viele Zwecke
Das ideale Werkzeug für etwas dickere Äste ist die Klappsäge: Sie lässt sich leicht transportieren, ist im eingeklappten Zustand platzsparend und deshalb beim Auf-die-Leiter-Klettern nicht hinderlich. Durch einfaches Ausklappen ist sie schnell einsatzbereit und messerscharf. Nicht nur im Garten haben sich die Klappsägen bewährt. Auch für Outdooraktivitäten und zur Holzbearbeitung sind die leichten, kleinen Sägen sehr beliebt. Im Test der schwedischen Verbraucherorganisation Råd & Rön haben zehn Profi-Gärtner verschiedene Klappsägen erprobt. Fazit: Wer für ein hochwertiges Produkt etwas mehr bezahlt, profitiert relativ lange von hoher Sägeleistung.
Pocketboy als Testsieger
Testsieger ist die Astsäge Silky Pocketboy 170 (Preis: ca. 37 Euro), gefolgt von der ARS G-17 (ca. 33 Euro) und der Bahco 396-JT (ca. 34 Euro). Im vorderen Mittelfeld liegen die Felco 600 (etwa 27 Euro) und die fast preisgleiche Fiskars SW73 Xtract für ca. 28 Euro. Gewöhnungsbedürftig ist bei der Fiskars allerdings das aus dem Griff ausfahrbare Sägeblatt, das der Gärtner mit einer Feststellschraube fixieren muss. Alle Ergebnisse (Testkommentare, Bilder, Preise): Sechs Klappsägen im Vergleich.
Verletzungsgefahr

Relativ schlecht schnitt im Test die Gardena 340 (rund 26 Euro) ab. Ihre Sägeleistung war relativ bescheiden. Obendrein warnen die schwedischen Verbraucherschützer hier vor einem Sicherheitsmangel: Liegt die Säge aufgeklappt am Boden, besteht beim Drauftreten schlimme Verletzungsgefahr. Im Gegensatz zu allen anderen Sägen im Test kann sie leicht auf dem Rücken liegen bleiben, sodass die scharfen Zähne nach oben ragen. Für Familienmitglieder, die barfuß durch den Garten laufen, kann dies blutige Folgen haben.
Viele Pluspunkte
Erfreulich: Bei allen Sägen hatte Rost kaum eine Chance. Das Schnittbild beurteilten die Tester bei allen Klappsägen positiv. Die Schnittflächen am Baum waren überwiegend glatt und sauber, so dass sie Pilzen und Bakterien wenig Angriffsfläche bieten. Die Klappsägen sind durch ihre Handlichkeit eine sinnvolle Ergänzung zu Garten- und Astscheren. Allerdings waren alle Klappsägen im Neuzustand deutlich schärfer als nach der Dauerprüfung. Als besonders haltbar erwiesen sich der Testsieger Silky sowie die Fiskars SW73.
Auf Größe und Farbe achten
Die Tester empfehlen, beim Kauf eher eine farbige Säge zu wählen, die sich vom dunklen Boden oder vom grünen Gras deutlich abhebt. Das erleichtert im Zweifelsfall die Suche. Wichtig ist auch die Wahl der optimalen Größe. Das Sägeblatt sollte nicht zu kurz sein, aber auch nicht zu lang. Viele Gärtner legen Wert darauf, die Klappsäge in die Hosentasche stecken zu können. Im Idealfall sollte man sie schnell und sicher aufklappen können.
Baumschnitt zur richtigen Zeit

Viele Gärtner empfehlen den Baumschnitt im frühen Frühjahr. Dann sind die Kronen noch unbelaubt und übersichtlich. Je später man etwa zwischen Mitte Januar und Anfang April schneidet, desto schneller verheilen die Wunden. Ausführliche Ratschläge zum richtigen Baumschnitt gibt das Buch „Unser Nutzgarten“. Sie können es im Shop auf test.de zum Preis von 19,90 Euro bestellen.
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