Manche Steuerberater wollen oftmals noch in letzter Minute Einspruch oder Klage für ihren Klienten einreichen. Statt der gelben Post bemühen sie meist private Kurierdienste. Doch auch sie sind nicht immer die Schnellsten. Weil der Kurier die Klageschrift nicht fristgerecht ablieferte, musste ein Anwalt bis vor das Bundesverfassungsgericht (Az: 1 BvR 1138/97) ziehen, um in einem Fall Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu erreichen. Die Klagefrist war wegen verspäteter Übermittlung nicht eingehalten. Nach dem Fahrplan des Kurierdienstes hätte die Klageschrift am Donnerstag oder spätestens am darauffolgenden Dienstag das Gericht pünktlich erreichen müssen.

Diesen Umstand würdigten die höchsten Richter entsprechend: Es reiche aus, wenn der Absender die mögliche fristgerechte Ablieferung seines Schriftstücks durch den Kurier ­ wie bei einer Postsendung ­ nachweise. Somit sei die Frist gewahrt worden.

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