Kündigt die katho­lische Kirche einem Chef­arzt, weil er erneut geheiratet und damit gegen katho­lische Prinzipien verstoßen habe, kann das eine verbotene Diskriminierung sein, so der Europäische Gerichts­hof (Az. C-68/17). Werden in einem Kranken­haus katho­lische Chef­ärzte anders behandelt als nicht-katho­lische, ist das nur rechtens, wenn es für die religiöse Einrichtung wesentlich und unbe­dingt notwendig ist.

Übrigens: Kirchliche Arbeit­geber dürfen von Bewerbern nicht immer eine Religions­zugehörig­keit fordern. Das hat der Europäische Gerichts­hof in einem anderen Urteil entschieden (Arbeitgeber Kirche: Jobs auch für Konfessionslose).

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