Tritt der Hauptverdiener aus der Kirche aus, aber der Partner bleibt drin, werden dennoch beide zur Kasse gebeten, wenn das Kirchenmitglied kein eigenes oder nur ein geringes Einkommen hat. Dann wird zwar keine Kirchensteuer fällig, aber beide müssen ein Kirchgeld zahlen. Und das orientiert sich am gemeinsamen Einkommen, sodass auch der konfessionslose Partner mitzahlt. Diese Praxis hat nun das Verfassungsgericht abgesegnet (Az. 2 BvR 816/10).

Tipp: Bei getrennter Veranlagung fällt kein Kirchgeld an. Allerdings gibt es dann auch kein Ehegattensplitting.

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