Viele Kunden erhalten von ihren Kredit­instituten zurzeit Informationen zur Kirchen­steuer. Anlass ist der 30. Juni. Das ist der Tag, bis zu dem Kirchen­mitglieder einen Sperr­vermerk beantragen müssen, wenn das Bundes­zentral­amt für Steuern keine Daten zu ihrer Religions­zugehörig­keit an Banken, Versicherungen und Fonds­gesell­schaften heraus­geben soll. Die Antrags­formulare gibt es im Internet und (www.formulare-bfinv.de, „Erklärung zum Sperr­vermerk“). Der Sperr­vermerk sorgt dafür, dass von Zinsen, Dividenden und Kurs­gewinnen ab Januar keine Kirchen­steuer abgeht, wenn die Kredit­institute an das Finanz­amt Abgeltung­steuer über­weisen. Kirchen­mitglieder müssen ihre Schulden in diesem Fall selbst über die Einkommensteuererklärung begleichen und ihre Kapital­ertrag­steuer auf der Anlage KAP abrechnen. Haben sie bereits einen Sperr­vermerk, brauchen sie keinen neuen. Der alte gilt bis auf Widerruf. Ganz auf den Sperr­vermerk verzichten können Anleger, die nichts gegen den auto­matischen Kirchen­steuer­abzug haben. Sie ignorieren die Post der Kredit­institute. Ebenso verhalten sich alle, die keine Kirchen­steuer zahlen müssen.

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