Digitaltechnik. Die meisten Zuschauer dürften es gar nicht gemerkt haben: Der Streifen „Mission Impossible 3“ war in einigen deutschen Kinos kein Film, sondern kam aus dem Computer. Die ersten Lichtspieltheater Europas stellen ihre Filmprojektion jetzt auf Digitaltechnik um. Vorteile der Digitaltechnik: Anders als ein Film altern Digitalkopien nicht. Kratzer, Schmutz oder gar Filmrisse sind damit Vergangenheit. Und schnelle Bewegungen in den Szenen lassen sich mit ihr besser darstellen als per Film.

Geringere Vertriebskosten. Noch stärker für die Umstellung dürften jedoch geringere Vertriebskosten sprechen: Der Verleiher spart sich teure Filmkopien, und die Mitarbeiter im Vertrieb müssen keine zentnerschweren Filmrollen mehr schleppen. Denn die Filmdaten kommen ganz praktisch per Datenübertragung oder DVD in die Lichtspielhäuser.

50 000 Euro pro Saal. Bislang sind Kinos mit digitaler Videotechnik selten. Immerhin kostet die Umrüstung pro Saal rund 50 000 Euro, die bislang allein der Kinobetreiber aufbringen musste. Doch es gibt bereits Vereinbarungen, nach denen die Filmstudios und Vertriebsfirmen die Kosten für den Umbau übernehmen.

7 000 Filmsäle. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen in Europa 7 000 Filmsäle „digitalisiert“ werden. Kosten: 350 Millionen Euro. Demgegenüber rechnet die Filmindustrie mit Einsparungen beim Filmvertrieb von bis zu einer Milliarde Dollar weltweit jährlich.

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