Kinesiologie-Tapes Was bringen die bunten Pflaster?

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Kinesiologie-Tapes - Was bringen die bunten Pflaster?
Tapes zur Therapie. Im Einsatz sind Kinesiologie-Tapes oft bei Muskel- oder Gelenk­beschwerden. © Getty Images

Kinesiologie-Tapes kommen beim Sport zum Einsatz – oder etwa bei Schulter-, Rücken- und Knie­problemen. Was nützen sie? Wir haben die neuesten Studien ausgewertet.

Inhalt

Kinesiologie-Tapes: Bunte Pflaster, vielfältiger Einsatz

Sie leuchten in knalligen Farben wie Blau, Pink oder Grün und zieren durch­trainierte Beine, verspannte Nacken oder lädierte Rücken. Kinesiotapes (teils auch Kinesiologie-Tapes oder Physiotapes genannt) sind häufig im Profi- und Frei­zeit­sport zu sehen. Auch sonst werden sie vielfältig angewandt, etwa bei Schmerzen, Über­lastungen oder Verletzungen an Muskeln, Sehnen und Gelenken. Ihre Effekte sollen die Tapebänder auf verschiedenen Wegen entfalten, etwa indem sie wie eine Mikromassage die Durch­blutung und den Abfluss von Lymphe in der behandelten Region verbessern.

Schulter, Rücken, Knie: Studien zum Kinesiotaping

Inzwischen liegen verschiedene Studien zu Kinesiotapes vor. Wir haben die wissenschaftlichen Erkennt­nisse zum Nutzen bei Schulter- und Rücken­schmerzen und Knie­problemen sowie zum Einsatz im Sport ausgewertet. Dazu sichteten wir Reviews und Metaa­nalysen, also Über­sichts­arbeiten, die Ergeb­nisse aus verschiedenen vorliegenden Unter­suchungen zusammenfassen.

Das bietet unser Kinesiologie-Tapes-Special

  • Hintergrund. Die Stiftung Warentest erklärt, was Kinesiotapes sind, wie sie funk­tionieren und was sie laut Wissenschaft bringen. Dazu haben wir Über­sichts­studien zum Einsatz der Kinesiotapes bei Schulter- und Rücken­schmerzen sowie Knie­problemen ausgewertet.
  • Tipps. Wir sagen, worauf Sportler bei der Verwendung von Kinesiotapes achten müssen und wer lieber auf die Pflaster verzichten sollte. Sie erfahren, ob Laien die Pflaster auch selber kleben können – und ob die Farbe bei der Auswahl eine Rolle spielt.
  • Heft­artikel. Wenn Sie das Thema frei­schalten, erhalten Sie Zugriff auf das PDF zum Testbe­richt aus test 3/22.

Wie funk­tioniert so ein Kinesiotape?

Kinesiotapes wurden in den 1970er-Jahren von Kenzo Kase, einem japa­nischen Chiropraktiker, entwickelt. Es handelt sich um dehn­bare, mit Acryl­kleber beschichtete Baumwoll­bänder. Sie sind wasser­fest, über­stehen also auch das Baden und Duschen. Normaler­weise verbleiben sie für einige Tage auf der Haut, bevor sie sich von allein ablösen. Wie und wie oft die Tapes aufgeklebt werden, klären Betroffene in der Regel mit ihrer Therapeutin oder ihrem Therapeuten.

Was kostet die Behand­lung? Zahlt die Kasse dafür?

Ein Taping beim Profi kostet je nach Umfang um die 15 Euro. Krankenkassen über­nehmen die Kosten in der Regel nicht.

Weiterführende Informationen auf test.de

Detaillierte Infos zu medikamentösen und anderen Behand­lungs­möglich­keiten bei Arthrose und Gelenkbeschwerden sowie Schulter-, Nacken- und Rückenschmerzen finden Sie in unserer Daten­bank Medikamente im Test. Sie bietet Bewertungen zu mehr als 9000 Arznei­mitteln für insgesamt 132 Krankheiten. Was Krankenkassen erstatten, auch an Zusatz­leistungen, findet sich in unserem großen Krankenkassen-Vergleich. Wie gesundes Arbeiten im Home­office geht zeigen unsere Tests von Bürostühlen und Monitoren. Außerdem lesen Sie hier, wie Sie Ihren Bürostuhl richtig einstellen. Und: Wer seine sport­lichen Aktivitäten selber über­wachen will, findet passende Geräte in unseren Tests von Smartwatches und Fitnesstrackern.

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