Der Bundesfinanzhof lässt nicht locker. Er hat erneut entschieden, dass Eltern auch für Kinder Eigenheimzulagen bekommen, die beim Einzug nicht mehr zum Haushalt gehören. Es reicht, wenn sie zum Zeitpunkt der Anschaffung im Elternhaus gelebt haben ­ selbst wenn ihr Auszug damals bereits geplant war (Az. IX R 15/99).

Im entschiedenen Fall hatten Eltern am künftigen Studienort ihres Sohnes eine Eigentumswohnung gekauft, in die der angehende Student später einzog. Sie überließen ihm die Wohnung kostenlos und beantragten dafür Eigenheimzulagen. Die Kinderzulage für den studierenden Sohn lehnte das Finanzamt ab, weil er durch den Einzug in das Domizil am Studienort nicht mehr zum Haushalt der Eltern gehörte. Jetzt hat der Bundesfinanzhof erneut entschieden, dass es reicht, wenn Kinder bei der Anschaffung oder Fertigstellung der Immobilie im Haushalt der Eltern leben.

Schon in einem früheren Urteil hatten die Richter einer Mutter, deren Tochter beim Einzug nicht mehr zum Haushalt gehörte, Baukindergeld zugesprochen. Damals ging es noch um die alte Förderung nach Paragraph 10e und 34f Einkommensteuergesetz. Die Finanzverwaltung hat den Richterspruch bei der jetzigen Förderung mit Eigenheimzulagen nicht anerkannt. Eltern, deren Zulagenbescheide noch offen sind, können sich jetzt auf das neue Urteil berufen und hoffen, dass die Verwaltung diesmal den Richtern folgt.

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