Kinderwunsch Meldung

Die Krankenkassen in Deutschland sollen in Zukunft ein Zusatzverfahren zur künstlichen Befruchtung finanzieren. Das legt ein Grundsatzurteil des Bundessozialgerichts fest. Damit muss der Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen einen Beschluss von 1997 rückgängig machen, der die ICSI-Behandlung ­ bei der über die normale In-vitro-Fertilisation (IVF) hinaus eine Samenzelle in eine Eizelle injiziert wird ­ aus dem Leistungskatalg der Kassen ausgeschlossen hatte.

Das Bundessozialgericht befand jetzt, dass der Gesetzgeber die Entscheidung für oder gegen das Risiko einer Missbildung dem Kinderwunschpaar zu überlassen habe. Es reiche aus, auf das erhöhte Risiko hinzuweisen. ICSI gilt als einzige Chance bei schwerer Zeugungsunfähigkeit des Mannes. Wenn dessen Samenzellen nicht aus eigener Kraft in die Eizelle eindringen können, wird eine Samenzelle in eine Eizelle injiziert. Kosten: bis zu 8.000 Mark.

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