So haben wir getestet

Im Test: Wir wählten 12 Kombi-Kinder­wagen aus für den Trans­port vom Säugling bis zum Kleinkind. Die Wagen verfügen über austausch­bare Aufsätze: Tragetasche (Babywanne) und Sitz.
Wir kauf­ten die Produkte im Oktober und November 2016.
Im Januar 2017 ermittelten wir die Preise durch Befragen der Anbieter.

Unter­suchungen

Die Test­methoden orientierten sich an europäischen Normen für Kinder­wagen und Sicherheit von Spielzeug. Die wichtigsten Punkte:

Kindgerechte Gestaltung: 45 %

Zwei Experten beur­teilten die alters­bezogenen anthropome­trischen Abmessungen für den verfügbaren Platz in der Tragetasche und den Sitz­komfort, auch mithilfe verschiedener Dummys („Kieler Kinder“), die Kindern bestimmter Alters­gruppen entsprechen. Zudem prüften wir Gurt­system, Federung, Regen- (mitgelieferten oder als Zubehör) und Sonnen­schutz.

Hand­habung: 35 %

Ein Experte prüfte die Warnhin­weise in der Gebrauchs­anleitung. Fünf Tester beur­teilten unter anderem deren Über­sicht­lich­keit. Zudem bauten sie die Kinder­wagen erst­mals auf, klappten sie auf und zu, bauten sie um, verstellten Rückenlehne und Sitz­richtung. Sie schoben die Wagen. Dabei maßen wir unter anderem Schritt­freiheit und Schieberhöhe. Außerdem bremsten sie und fuhren auf verschiedenen Untergründen, etwa Wald­boden, Kopf­stein­pflaster, Treppen. Schließ­lich trugen und trans­portierten sie die Wagen mit und ohne Kind und testeten, wie leicht sich die Bezüge reinigen lassen.

Halt­barkeit: 5 %

Prüfungen in Anlehnung an DIN EN 1888: In der Klimakammer musste der Schieber des beladenen Kinder­wagens je 5 000-mal Heben und Senken über­stehen, bei –5 °C und 40 °C. Wir prüften die Halt­barkeit von Fest­stell­bremsen, Falt­mecha­nismus und Kenn­zeichnung, die Festig­keit der Räder, Rück­halte­systeme und Verschlüsse. Auf einer Rampe testeten wir, ob die beladenen Wagen nach vorn kippen, wenn sie auf ein Hindernis stoßen. Zudem fuhren die Wagen rund 180 Kilo­meter auf einem Laufband und über­wanden dabei 288 000 Mal eine einge­baute Stolper­stelle.

Sicherheit: 5 %

Kinder­wagen Test

Unsicht­bar. Joie (rechts) ist im Dunkeln kaum zu sehen. Vom Bugaboo leuchten zumindest Räder und Gestell.

Wir prüften unter anderem, ob die Kinder­wagen sicher stehen, ob die Sitze kippen können und die Gurte halten. Außerdem suchten wir nach möglichen Quetsch- und Klemm­stellen und beur­teilten, wie gut die Wagen im Dunkeln sicht­bar sind. Die Prüfungen erfolgten in Anlehnung an DIN EN 1888.

Schad­stoffe: 10 %

Wir untersuchten Schie­begriffe und Materialien im Kontakt­bereich des Kindes auf poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe (PAK) angelehnt an die GS-Spezifikation AfPS GS 2014:01, Phthalate nach Extraktion mit GC/MS und weitere Schad­stoffe, unter anderem die in DIN EN 71–9 und der Spiel­zeug­richt­linie aufgeführten Flamm­schutz­mittel, Organozinn­verbindungen und Chlorparaf­fine sowie verbotene Azofarb­stoffe.

Abwertungen

Abwertungen bewirken, dass sich Mängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Sie sind in der Tabelle mit einem Stern­chen *) gekenn­zeichnet. Folgende Abwertungen hat die Stiftung Warentest einge­setzt: Lautete das Urteil für kindgerechte Gestaltung ausreichend, konnte das test-Qualitäts­urteil nur eine halbe Note besser sein. War der verfügbare Platz in der Tragetasche ausreichend oder schlechter, konnte die kindgerechte Gestaltung nur eine halbe Note besser sein. Lautete die Note für die Sicherheit mangelhaft, wurde das test-Qualitäts­urteil auf diese Note abge­wertet, bei ausreichender Sicherheit konnte das test-Qualitäts­urteil nur eine halbe Note besser sein. Die Note für Schad­stoffe konnte nicht besser sein als das schlechteste Schad­stoff­urteil. Lautete das Schad­stoff­urteil mangelhaft, konnte das test-Qualitäts­urteil nicht besser sein, war es ausreichend, konnte das Qualitäts­urteil nur eine Note besser sein.

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TestKinder­wagen22.02.2017
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