Probefahrt. Sara und Ben aus Berlin erwarten ihr erstes gemein­sames Kind und probieren einen Kinder­wagen von Maxi-Cosi aus.

Kombi-Kinder­wagen sollen das Kind über die ersten Lebens­jahre begleiten: Der trag­bare Aufsatz ist praktisch für die Zeit nach der Geburt, der verstell­bare Sport­sitz auf Klein­kinder zuge­schnitten. Zwischen 430 und 1 100 Euro kosten die Kinder­wagen im Test der Stiftung Warentest, darunter Modelle von Emmal­junga, Stokke und Teutonia. Der Testsieger gehört zu den teureren Kombi-Kinder­wagen. Nur zwei Kinder­wagen sind gut – die meisten Modelle engen die Kinder ein.

Kompletten Artikel freischalten

TestKinder­wagen im Test21.08.2020
Sie erhalten den kompletten Artikel mit Testtabelle.

Kombi-Kinder­wagen im Test bieten oft zu wenig Platz

Die Stiftung Warentest hat zwölf Kombi-Kinder­wagen geprüft. Sie sollen sich für den Trans­port von Säuglingen und Klein­kindern eignen – erst in der Babywanne, später im Sitz. Acht der zwölf Wagen empfehlen die Anbieter sogar für Vierjäh­rige. Doch viele Kinder­wagen beher­bergen Kinder nicht ihrem Alter angemessen. Entweder sitzen sie zu früh oder krumm oder unbe­quem. In den Modellen von Hauck und Kinder­kraft fanden wir zudem sehr hohe Mengen Schad­stoffe – Note: Mangelhaft.

Der Kinder­wagen-Test 2020 im Video

Das bieten die Kinder­wagen-Tests der Stiftung Warentest

Test­ergeb­nisse für 26 Kinder­wagen. Wenn Sie diesen Artikel frei­schalten, erhalten Sie neben dem aktuellen Test von 12 Kombi-Kinder­wagen auch Test­ergeb­nisse für 14 Modelle aus dem Vorgänger­test (8/2019), darunter drei Geschwisterwagen von ABC Design, Bugaboo und Joolz. Die älteren Modelle sind oft noch erhältlich. Allerdings sind die Test­ergeb­nisse von 2019 nicht in allen Bewertungen mit denen von 2020 vergleich­bar, etwa deswegen, weil wir Prüfungen an die inzwischen geänderte Norm für Kinder­wagen angepasst haben. Alle Kinder­wagen haben wir auf kindgerechte Gestaltung, Hand­habung, Halt­barkeit, Sicherheit und Schad­stoffe geprüft. Details unter: So haben wir getestet.

Kauf­beratung. Im kostenfreien Bereich des Tests finden Sie Tipps für den Kinderwagenkauf nebst einem Video.

Testbe­richte. Nach dem Frei­schalten erhalten Sie Zugriff auf die PDFs zu den Kinderwagen-Tests aus test 8/2020, 8/2019, 3/2017 und 2/2015.

Babywannen engen Babys ein

14 Stunden und länger schlummern Babys pro Tag. Im Schlaf regenerieren sie und verarbeiten Erlebtes. Aufgabe der Eltern ist es, ihnen eine angenehme Schlaf­umgebung zu schaffen – zu Hause und unterwegs im Kinder­wagen. 35 mal 78 Zenti­meter nutz­bare Liegefläche sind optimal. Doch die meisten Babywannen sind deutlich kleiner. In manchen Modellen stoßen groß­geratene Kinder schon nach vier Monaten mit Kopf oder Füßen an. Die Folge zu kleiner Wannen: Babys finden in ihnen weniger Erholung, reagieren unruhig, über­reizt und weinen rasch.

Babys liegen oft nicht gut ...

Wenn die Babywanne zu klein ist, müssen Babys in die Sitz­einheit des Kinder­wagens umziehen. Doch die meisten Sitze eignen sich erst für Kinder ab neun Monaten. Denn die Knirpse lernen üblicher­weise erst um den achten Monat aufrecht zu sitzen. Vorher fehlt ihnen die Muskulatur, sich selbst aufrecht zu halten und im Kinder­wagensitz zu fahren. Bis dahin sollten die Kleinen flach liegen. Deswegen sollte sich die Rückenlehne des Sitzes möglichst flach einstellen lassen. Nur so schlafen Babys bequem und rückenschonend. Doch keiner der Kinder­wagen bietet die Möglich­keit, den Sitz komplett flach zu legen. In der Über­gangs­zeit ist das für Eltern unbe­friedigend. Entweder müssen sie das Kind in die enge Babyschale zwängen oder es zu früh in den Sitz setzen.

... und Klein­kinder sitzen nicht immer optimal

Die Sitze sind oft für Kinder zwischen sechs Monaten und vier Jahren ausgelegt. In dieser Zeit wachsen Kinder rund 35 Zenti­meter. Sowohl den Kleinen als auch den Größeren sollen die Sitze Sicherheit und Komfort bieten. Die Tester haben sie mithilfe von Dummys für verschiedene Alters­gruppen untersucht. Manche Sitz­flächen erwiesen sich als deutlich zu lang. Entweder sitzen kleine Kinder darin so tief, dass sie ihre Beine nicht beugen können, oder mit krummem Rücken. Beides ist unbe­quem. Ein Kissen im Rücken verringert die Sitztiefe.

Rund ums kleine Kind – Tests und Infos der Stiftung Warentest

Tragetücher und Trage­systeme. Sie wollen Ihr Kind lieber tragen? Die Stiftung Warentest hat Babytragetücher und Tragesysteme getestet.

Buggys. Sie brauchen eher einen Buggy? Auch die hat die Stiftung Warentest geprüft. Hier gehts zum Test von Buggys (4/2018).

Kinder­matratzen. Gute und sichere Matratzen für die Kleinen finden Sie im Kindermatratzen-Test.

Babybrei. Fertigbreie, die nicht nur lecker, sondern auch gut sind, finden Sie im Babybrei-Test.

Quetschies. Für Baby tabu, für kleine Kinder besser nur ab und zu – alle Infos zu den beliebten Obst­mus-Beuteln in unserem Quetschies-Test.

Baby­ernährung. Muttermilch, Folgemilch, Vitamin D, Fluorid – alles was Sie wissen müssen im Special Babyernährung im ersten Jahr.

Schwangerschaft. Der große Ratgeber der Stiftung Warentest zu Vorsorge, Ernährung, Entbindung: Schwanger – mein Kind und ich.

Hauck und Kinder­kraft haben ein Schad­stoff-Problem

Zwei Modelle sind mangelhaft, weil sie Schad­stoffe enthalten. Im Matratzenbe­zug des Kinder­kraft fand das Labor deutliche Mengen des Flamm­schutz­mittels Tris(2-chloriso­propyl)phosphat, kurz TCPP. Die EU hat einen Grenz­wert für dieses Mittel in Kinder­spielzeug fest­gelegt, weil es Bedenken hinsicht­lich des möglicher­weise krebs­erzeugenden Potenzials gibt. Im Sicher­heits­gurt des Hauck fand das Labor Benzo(ghi)perylen. Die Europäische Behörde für Lebens­mittel­sicherheit sieht Beweise für eine erbgutver­ändernde Wirkung dieses poly­zyklischen aromatischen Kohlen­wasser­stoffs im Tier­versuch. Auf Anfrage lehnte Hauck einen Umtausch ab. Kinder­kraft dagegen bietet seinen Kunden einen Umtausch der Matratze an.

Nutzer­kommentare, die vor dem 29. Juli 2020 gepostet wurden, beziehen sich auf eine frühere Unter­suchung.

Jetzt freischalten

TestKinder­wagen im Test21.08.2020
4,50 €
Sie erhalten den kompletten Artikel mit Testtabelle.

Wie möchten Sie bezahlen?

  • Unser Tipp
    test.de-Flatrate

    Freier Zugriff auf alle Testergebnisse und Online-Artikel für 7,90 € pro Monat oder 54,90 € im Jahr. Abonnenten von test oder Finanztest zahlen die Hälfte.

    Flatrate neu erwerben

  • Diesen Artikel per PayPal kaufen
  • Diesen Artikel per Handy kaufen
  • Gutschein einlösen
Preise inkl. MwSt.
  • kauft alle Testprodukte anonym im Handel ein,
  • nimmt Dienstleistungen verdeckt in Anspruch,
  • lässt mit wissenschaftlichen Methoden in unabhängigen Instituten testen,
  • ist vollständig anzeigenfrei,
  • erhält nur knapp 5 Prozent ihrer Erträge als öffentlichen Zuschuss.

Dieser Artikel ist hilfreich. 684 Nutzer finden das hilfreich.