Glossar

Polyzyklische aromatische Koh­lenwasserstoffe (PAK) sind eine Gruppe Hunderter Einzelstoffe. Viele können Krebs erzeugen, das Erbgut verändern und die Fortpflanzung gefährden. Verdächtig sind dunkle, stinkende, gummiartige Kunststoffe. PAK kann man über die Haut aufnehmen.

Phthalate (Weichmacher) machen den Kunststoff Polyvinylchlorid (PVC) weich, viele können aber die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen. Sie dünsten aus und können sich durch Speichel und Schweiß lösen. Die sehr kritischen Phtalate DEHP, DBP und BBP sind in Spielzeug verboten, DINP, DIDP und DNOP in Babyartikeln, die in den Mund genommen werden können. Wir fanden einige davon in den Kinderwagen.

Chlorparaffine fanden wir in den Schiebegriffen, wo sie als Weichmacher oder Flammschutz wirken. Sie gelangen über die Haut in den Körper und können teils Säuglinge über die Muttermilch schädigen, teils werden sie verdächtigt, Krebs zu erzeugen.

Flammschutzmittel sollen die Ausbreitung von Bränden verzögern, werden aber auch als Weichmacher eingesetzt. Wir fanden Organophosphor-Verbindungen wie TCEP. Dieser Stoff steht im Verdacht, Krebs zu erzeugen, und kann die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen.

Organozinn-Verbindungen sind als Stabilisatoren in PVC-Beschichtungen von Bezügen. Einige wirken im Tierversuch schädigend auf Immunsystem und Fortpflanzungsfähigkeit.

Phenolische Verbindungen stecken in manchen Verdeck-Sichtfenstern. Das gefundene Nonylphenol wird verdächtigt, hormonell zu wirken.

Formaldehyd kann Textilien pflegeleicht machen und als Bindemittel in Spanplatten stecken. Es dünstet aus, riecht stechend, ist ein starkes Al­lergen und kann in hohen Konzentrationen eingeatmet Krebs auslösen.

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