Kinderunfallschutz von Tchibo Schnelltest

Tchibo bietet bis zum 2. Juni eine Kinderunfallpolice des Versicherers Asstel für günstige 25,90 Euro im Jahr. Im Schnelltest klärt test.de, ob der Unfallschutz das Geld von Eltern oder Großeltern wert ist.

Bei Tchibo zehn Prozent billiger

Vor allem für Risiken an Nachmittagen und Wochenenden auf der Skaterbahn, beim Fußball oder an der Kiesgrube ist eine Unfallversicherung ratsam. Wer den Kinderunfallschutz bei Tchibo für 25,90 Euro nimmt, erhält einen Rabatt von zehn Prozent auf den üblichen Asstel-Beitrag. Die Versicherungssumme beträgt 60 000 Euro. Den Vertrag bekommen aber nur Kinder bis 15 Jahre. Verunglückt ein Kind so schwer, dass es querschnittsgelähmt ist, zahlt Asstel das fünffache davon, also 300 000 Euro, wie es die Werbung verspricht. Das ist die Höchstsumme, die der Versicherer bei schweren dauerhaften Gesundheitsschäden, das heißt Vollinvalidität, ausschüttet. Die Steigerung beruht auf der vertraglich zugesicherten fünffachen Progression.

6 000 Euro für steifen Zeigefinger

Viel häufiger passieren Kindern aber Unfälle, bei denen die bleibenden Einschränkungen viel geringer sind. Geht etwa der Zeigefinger verloren, entspricht das laut Gliedertaxe des Versicherers einer zehnprozentigen Invalidität. Ausgehend von den 60 000 Euro Versicherungssumme erhält das Kind für einen funktionsuntüchtigen Zeigefinger 6  000 Euro. Bei der Gliedertaxe, die Bestandteil der Versicherungsbedingungen ist, hat jede Gesellschaft Gestaltungsspielraum. Insgesamt ist die Gliedertaxe dieses Tarifs aber nur minimal besser als die allgemeine Richtschnur der Versicherer.

Schere zwischen Preis-Leistung und Bedingungen

Der diesem Angebot zu Grunde liegende Asstel-Tarif lag in der Finanztest-Untersuchung mit dem Urteil „Gut (1,9)“ vorn im Feld. Die Versicherungssumme im Vergleichstest betrug jedoch 100 000 Euro. Doch schnitt die Asstel-Police in den einzelnen Prüfkriterien extrem unterschiedlich ab: Dem bestmöglichen Preis-Leistungs-Verhältnis stand ein nur „ausreichendes“ Bedingungswerk gegenüber. Das sehr gute Preis-Leistung-Verhältnis bezieht sich auf die einmalige Kapitalzahlung der Police, was die Hauptleistung jeder Unfallversicherung ist.

Abzüge bei Vorerkrankungen

Zu den wichtigen Bedingungen zählen neben der Gliedertaxe auch der Geldabzug auf Grund von Vorerkrankungen. Das ist nachteilig für jeden Kunden. War der Finger des Verletzten schon vorher durch Krankheit geschädigt, kann es sein, dass der Versicherer den Invaliditätsgrad mindert. Das ist bei der Asstel und vielen anderen Anbietern der Fall, wenn der Anteil der Vorerkrankung mehr als 25 Prozent beträgt. Der Verunglückte bekommt weniger Geld. Bei anderen Angeboten führen erst schwerere Vorerkrankungen zu Abzügen.

Extras für Tchibo-Kunden

Bei der Tchibo-Offerte übernimmt Asstel keine Todesfallleistung. Diese ist aber im Angebot der Gesellschaft, das Finanztest verglichen hat, inklusive. Andererseits übernimmt Asstel für Tchibo-Kunden Bergungskosten bis 5 000 Euro und kosmetische Operationen bis zu 4 000 Euro. Wer über Tchibo den Vertrag abschließt, kann ihn täglich kündigen.

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