Kinderunfall-Versicherung von Penny Schnelltest

Der Lebensmittel-Discounter Penny bietet jetzt Eltern und Großeltern eine Kinderunfall-Versicherung an. Sie heißt Kids&Klar Kinderschutz und kostet 49 Euro. Aufgelegt hat diese Police der Versicherer Arag. test.de hat sich das Produkt angeschaut und sagt, was es taugt.

Tarif „befriedigend“

Unfallschutz für Kinder ist immer sinnvoll. Denn verletzen sich die Rabauken beim Spiel und bleibt ein dauerhafter Schaden zurück, gibt's Geld. Der Penny-Unfallschutz entspricht dem Tarif Arag Linear (Einzelunfall Basis), den der Versicherer sonst für 58 Euro verkauft. Diesen Tarif haben die Tester bei der letzten großen Finanztest-Untersuchung mit „Befriedigend (3,3)“ bewertet. Der bessere Preis bei Penny hätte eine leichte Verbesserung auf 3,0 gebracht.

Bessere Angebote

Fast genauso wichtig wie der Preis sind beim Unfallschutz die Bedingungen, unter denen die Gesellschaft zahlt. Wie viel Geld der Versicherer im Schadensfall zahlt, ist abhängig von der Schwere der Verletzung. Die Schwere des Schadens wird in Prozent Invalidität ausgedrückt. Welchen Invaliditätsgrad einem Verletzten zuerkannt wird, entscheidet die jeweilige Gliedertaxe. Sie ist Teil der Versicherungsbedingungen. Der Arag-Tarif bewertet Schäden an Gliedmaßen genau so, wie es die allgemeine Richtschnur der Versicherer vorgibt. Doch etliche Versicherer sind großzügiger: Der Tarif P 225 (UnfallMaxx) von der NV etwa bewertet Schäden um einiges höher. Das ist besser für das Kind, weil die NV mehr zahlt. Dieser Tarif hat in der Untersuchung vom Juni genauso viel gekostet, wie das Penny-Angebot jetzt. Beim NV-Angebot haben auch Vorerkrankungen auf die Schadensbemessung weniger Einfluss als beim Arag-Tarif.

Progression von Vorteil

Die Versicherungssumme beträgt 100 000 Euro. Die besten zehn Policen für Kinder aus dem Vergleichstest haben alle eine sogenannte Progression. Das heißt, bis zu einem Invaliditätsgrad von 25 Prozent steigt die ausgezahlte Summe gleichmäßig an. Zwischen 25 und 100 Prozent Invalidität steigen die Leistungen sogar überproportional. Beispiel NV Tarif P 225: Das versicherte Kind würde bei 100-prozentiger Invalidität, zum Beispiel bei einer Querschnittslähmung, 225 000 Euro erhalten. Das Penny-Angebot bietet aber nur einen linearen Tarif. Beim selben Schaden erhielte das Kind nur 100 000 Euro.

Kleine Zugaben

Die Arag hat ihren Tarif für Penny mit zwei Zugaben aufgebessert. Mit dem Opfer-Rechtsschutz übernimmt der Versicherer die Anwaltskosten, wenn Gewalttäter das Kind verletzen. Ein Schutzbrief sichert den Krankenrücktransport ab, zahlt für medizinische Hilfsmittel und holt Kinder zurück, wenn den Eltern etwas passiert. Diese Extras haben andere Anbieter aber auch im Programm.

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