Kinder­sonnenbrillen im Test Meldung

Mehr am Meer. Eine große Brille schirmt die Augen komplett ab.

Starke Sonnen­einstrahlung, vor allem am Meer und in den Bergen, kann das Auge schädigen. Das gilt besonders für Kinder. Denn schützende Pigmente bilden sich erst mit dem Alter. Kinder­sonnenbrillen sollen empfindliche Kinder­augen vor UV-Strahlung schützen. Sie werden oft für wenig Geld angeboten – zum Beispiel in Drogerieketten. Doch erfüllen sie ihren Zweck? Unsere österrei­chischen Kollegen der Zeit­schrift Konsument haben 17 Kinder­sonnenbrillen getestet.

Alle Modelle bieten UV-Schutz – Testsieger für 5 Euro

Positives Ergebnis des österreichischen Tests: UV-Schutz bieten alle getesteten Modelle. Den besten Schutz im Test boten Brillen mit gerundeten Gläsern und breiten Bügeln. Auf den ersten Plätzen landete Marvel Ultimate Spider-Man Sunglasses, gekauft für 5 Euro bei TK Maxx, sowie Primetta Junior, die es für 10 Euro in der Drogerie Müller gibt. Beide Modelle schützen nicht nur vor UV-Strahlung, sie trotzten auch dem Fall­test, der Kratz­prüfung sowie den Draufsitz­versuchen eines 75 Kilo schweren Testers – gute Voraus­setzungen also, um den Sommer mit Kindern zu über­stehen.

Seitlicher Schutz zu schwach

Mehrere Brillen besaßen schmale Bügel oder waren so geformt, dass sie das Auge zu wenig vor seitlich einfallender Strahlung abschirmten, darunter die H&M-Modelle 240518 und 203007, die Kinder-Pilotensonnenbrille von Zara und eine Metall­brille der dm-Marke Sundance Kids. Das ist problematisch, da sich die Pupillen beim Tragen einer Sonnenbrille erweitern. Direkter Licht­einfall kann das Auge dann besonders leicht schädigen. Die Metall-Brille 203007 von H&M war zudem mit Chrom belastet.

Tipps

  • Wählen Sie für Kinder eine leichte Sonnenbrille, am besten mit abge­rundetem Kunst­stoff­rahmen. Achten Sie darauf, dass diese gut sitzt, nicht drückt und das Auge auch seitlich abschirmt. Das Glas sollte dunkel sein, am besten mit einer Tönung der Kategorie 3, im Gebirge und am Meer sogar Kategorie 4. Wählen Sie braun oder grau getönte Gläser. Gelbe, pinke und hell­blaue Tönungen verfälschen Farben und bergen ein Sicher­heits­risiko im Straßenverkehr.
  • Nicht nur die Augen von Kindern sind empfindlich, auch ihre Haut reagiert auf Sonnen­einstrahlung besonders sensibel und braucht viel Schutz. Nehmen Sie also Sonnen­schutz­mittel mit einem Sonnen­schutz­faktor von mindestens 30, besser noch 50 oder 50+. Es gibt zwar spezielle Produkte für Kinder, diese sind aber nicht zwingend. Kinder und Erwachsene können auch dieselbe Sonnen­creme verwenden. Alle Antworten rund um den richtigen Sonnen­schutz finden Sie in den FAQ Sonnencreme. Aktuelle Test­ergeb­nisse finden Sie im jüngsten Test Sonnenschutzmittel.

Dieser Artikel ist hilfreich. 7 Nutzer finden das hilfreich.