Kinder­sitze einbauen

Isofix – Vorteile und Nachteile

02.03.2016
Kinder­sitze einbauen - Bei welchen Autos es passt
© Stiftung Warentest

Isofix-Sitze gelten als besonders sicher. test.de stellt die Technik vor und beant­wortet die wichtigsten Fragen.

Kinder­sitze einbauen Alle Testergebnisse für Auto­kinder­sitz­einbau

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Inhalt

Was ist Isofix?

Isofix ist eine Schnell­befestigung für Kinder­sitze im Auto. Das System besteht aus stabilen Haken unten am Kinder­sitz und genormten Ösen, die fest mit der Karosserie des Autos verschraubt oder verschweißt sind.

Tipp: Sie suchen einen guten Isofix-Sitz? Im Produktfinder Autokindersitze finden Sie Test­ergeb­nisse zu zahlreichen Modellen dieser und anderer Bauformen.

Welche Vorteile hat Isofix?

Mit Isofix lassen sich Kinder­sitze einfach und besonders fest im Auto verankern. Das Risiko der Fehlbedienung beim Anschnallen wird verringert. Außerdem ist auch der leere Kinder­sitz während der Fahrt gesichert.

Gibt es Nachteile?

Isofixsitze sind deutlich teurer. Manche Isofixsitze sind nur typspezi­fisch für bestimmte Autos zugelassen. Ältere Autos haben oft noch keine Isofixösen. Erst seit 2014 sind sie für die Außensitze der Rück­bank vorgeschrieben.

Passt jeder Isofix-Sitz in jedes Auto?

Nein. Haken und Ösen sind zwar genormt, universell einsetz­bar sind aber nur Isofixsitze mit einem zusätzlichen Haltegurt oben, dem so genannten Top Tether. Etliche Isofix-Sitze bieten statt des Top-Tether-Bands einen Stützfuß zur zusätzlichen Stabilisierung an. In Autos mit Staufächern vor den Rück­sitzen darf er aber nicht verwendet werden. Die Staufach­deckel sind nicht für die Lasten durch die Stützfüße ausgelegt. Ausweg: im Auto­zubehör gibt es Klötze, die den Stau­kasten ausfüllen und den Staufach­deckel stabilisieren. Dann steht der Stützfuß wirk­lich stabil.

Wo sind die Isofix-Ösen im Auto?

Die Halteösen für die Isofix-Sitze befinden sich in der Fuge zwischen Sitz­bank und Rück­sitzlehne. Isofixtauglich sind meist nur die beiden Außenplätze der Rück­sitz­bank. Führungs­hülsen können das Einfädeln der Isofix-Rast­arme in die Pols­ter­ausschnitte über den Ösen erleichtern.

Können Isofix-Sitze auch angegurtet werden?

Ja. Im Prinzip können Isofixsitze auch mit dem Drei­punkt­gurt im Auto befestigt werden. Der Vorteil der einfacheren Montage geht dabei allerdings verloren. Die Unfall­sicherheit ist mit Auto­gurt nicht unbe­dingt schlechter als mit Isofix.

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Gibt es Isofix-Sitze für alle Alters­gruppen?

Ja. Bei älteren Kindern dient die Isofix-Befestigung aber nur noch zur Verankerung des Sitzes auf der Rück­bank und zur Stabilisierung auf dem Sitz. Das Kind wird vom Auto­gurt gehalten. Vorteil der Isofix-Verstärkung: Sie sichert den leeren Kinder­sitz während der Fahrt, wenn das Kind mal nicht mitfährt. Stark ist Isofix vor allem für Babyschalen und Gruppe-I-Sitze bis etwa 4,5 Jahre. Bei Babys hält die Isofix-Befestigung den ganzen Sitz. Die Babyschale rastet dabei auf einer Isofixbasis ein. Hosen­trägergurte im Sitz halten wiederum das Kind.

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