Kinder­reisebetten im Test Die Sieger sind sicher und komfortabel

07.09.2021
Kinder­reisebetten im Test - Die Sieger sind sicher und komfortabel
Stehend am Geländer kauen. Bei den meisten Kinder­reisebetten kein Problem. © Getty Images / Cavan Images

Unsere tsche­chischen Partner von dTest haben 18 Kinder­reisebetten getestet. Drei güns­tige Modelle über­zeugen. Defizite gab es im Bereich Sicherheit und Lang­lebig­keit.

So hat dTest die Reisebetten geprüft

Klein, leicht und trotzdem komfortabel sollen Reisebetten für die Knirpse von null bis etwa drei Jahren sein. Zwischen fünf und elf Kilogramm wogen die Kinder­reisebetten, die dTest unter die Lupe nahm. Von den 18 getesteten Kinderreisebetten waren zwölf in Deutsch­land erhältlich. Alle Modelle werden samt Matratze und Aufbewahrungs­tasche geliefert. Test­personen probierten, wie leicht es ist, die Betten aufzubauen und Kinder hinein­zulegen. Um die Stabilität der Betten zu prüfen, hat dTest ein Kinder-Hüpf­fest simuliert.

Übrigens: Weitere Tests und Tipps finden Sie auf unseren Themen­seiten Kinderbett, Kindermatratze, Kinderhochstuhl und Kinderwagen, Buggy, Laufrad.

Preisgüns­tige Testsieger

Am Ende hatte das Modell Caretero Basic knapp die Nase vorn, dahinter lagen Chicco Goodnight und Hauck Dream‘n Play. Alle drei sind in Deutsch­land verfügbar. Preislich liegen die drei Top-Kandidaten bei zirka 60-70 Euro – und damit noch im unteren Preissegment (Preise: zirka 40 bis 250 Euro).

Kleines Manko: Alle drei Testsieger haben keine Rollen und ihre Matratzen sind nicht höhen­verstell­bar.

Bei einem Bett droht Ersti­ckungs­gefahr

Die Siegerbetten waren sicher und halt­bar – sie kippten nicht, und es fanden sich keine Schad­stoffe. Sie hatten weder scharfe Ecken und Kanten noch konnte sich der Kopf des Babys irgendwo verfangen. Letzteres kann aber beim Milly Mally Mirage passieren, weshalb dTest ausdrück­lich vor dem Bett warnt. Es droht Ersti­ckungs­gefahr, da sich die Kleidung der Babys in den Eckabdeckungen verheddern kann.

Die meisten Betten sind leicht hand­habbar

Am einfachsten aufzubauen waren die Modelle Bugaboo Stardust und Cam Daily Plus 240, wohin­gegen sich die Höhen­verstellung der Matratze des Nuna Sena Reisebetts als unnötig kompliziert darstellte. Beim Modell BabyGo Groovy bemängelten die Tester die nied­rige Höhe des Bettes und dass sich die Öffnung nach oben hin verjüngt – was das Bett schlechter zugäng­lich macht. Im aufgebauten Zustand sind die Betten 60 bis 70 Zenti­meter breit und 100 bis 125 Zenti­meter lang.

Nicht alle Reisebetten bestehen den Belastungs­test

Den Biss­test, der die Strapazier­fähig­keit der Rahmen unter kauenden Kinder­mäulchen simuliert, bestanden fast alle Modelle mit Bravour. Anders sah es beim Belastungs­test aus: Die Hüpfeinlagen über­stehen weder Milly Mally Mirage noch Cam Daily Plus 240 – ihre Roste brechen. Die über­wiegende Mehr­heit der Hersteller gaben 15 Kilogramm als Maximalgewicht des Kindes an. Die Angabe für Cam Daily Plus 240 lag bei 10,9 Kilogramm, was trotzdem noch schwerer als das von dTest einge­setzte Testgewicht ist.

Ein Bett enthält zu viele Schad­stoffe

Im Koel­stra Travels­leeper T5 stellten die Prüfer von dTest das gesund­heits­schädliche und umwelt­gefähr­dende Naph­thalin fest, allerdings nur in einer geringen Menge. Naph­thalin gehört zu den Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK), welche oft als Weichmacher verwendet werden. Alle anderen in Deutsch­land erhältlichen Betten enthielten keine unerwünschten Stoffe.

07.09.2021
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