Kinder sind keine „schädliche Umwelteinwirkung“ mehr. Diese Änderung des Immissionsschutzgesetzes macht es Anwohnern schwerer, den Bau oder Ausbau von Kindergärten, Tagesstätten oder Spielplätzen zu verhindern. Bisher konnten sie sich auf das Immissionsschutzgesetz berufen, das Kinderlärm wie den Lärm von Industrieanlagen behandelte. Nach der Neuregelung können auch laute Geräusche von Spielplätzen, Kindergärten und ähnlichen Einrichtungen in Wohngebieten in der Regel kein Klagegrund mehr sein. Auch eine Änderung der Baunutzungsverordnung ist geplant, die derzeit den Bau von Kindertagesstätten in reinen Wohngebieten behindert.

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