Kinder­hoch­stühle im Test Meldung

Kleine Kinder. In einigen Stühlen sitzen sie gefähr­lich.

In Kinder­hoch­stühlen sollen die Kleinen sicher sitzen. Doch etliche Modelle bergen Risiken. Unsere dänischen, hollän­dischen und tsche­chischen Testkollegen haben insgesamt 36 Kinder­hoch­stühle geprüft. Sie stießen auf zahlreiche Sicher­heits­mängel. Immerhin: Ein alter Bekannter schnitt sehr gut ab.

Fünf der gefähr­lichen Modelle werden auch in Deutsch­land verkauft

Zur Prüfung gehörte auch ein Kipp­test. Dabei zog ein Gewicht an der Lehne der Stühle. Sowohl der Childhome Evolu 2 als auch der Baby-Hoch­stuhl von Flexa versagten: Sie kippten in einigen Fällen hinten­über. Eine weitere typische Gefahr bei Hoch­stühlen: Kleine Kinder können ihre Finger einklemmen oder quetschen. Seit vergangenem Jahr gilt eine neue europäische Norm, nach der die Kollegen testen. Mit einem Prüffinger aus Metall schauten die Experten, an welchen Stellen es zu Quetschungen kommen kann. Beim Nuna Zaaz sind es Rillen im Kunststoff in die kleine Kinder­finger passen würden. Auch beim Peg Perego Prima Pappa Zerro 3 und Ikea Blames können sich Kinder verletzen.

Kinder­hoch­stühle im Test Meldung

Prüffinger. Kinder können ihre Finger am Sitz des Nuna Zaaz einklemmen (Bild links). Kipp­test. Bei dieser Prüfung zieht ein Gewicht an der Lehne der Stühle (Bild rechts).

Testsieger kosten 60 bis 400 Euro

Der Klassiker Tripp Trapp von Stokke für 175 Euro – bereits 2007 von der Stiftung Warentest mit gut bewertet (Test Kinderhochstühle) – schnitt sehr gut ab. Bestnoten gab es aber auch für den Evomove Nomi für 200 Euro. Ein integriertes Tool ermöglicht es bei diesem Modell, Sitz und Fußstütze genau der Größe des Kindes anzu­passen. Mithilfe von Rollen, die sich an den hinteren Stuhl­beinen befinden, lässt er sich einfach an den Tisch heran­schieben. Trotzdem besteht laut den Testern keine große Gefahr, dass das Kind nach hinten kippt, wenn es sich vom Tisch abdrü­cken will. Als modernes Designerstück präsentiert sich der Bloom Fresco für 400 Euro. Er ist in verschiedenen Farben wie „Gala-Grün“ und sogar in Schlangen­optik erhältlich – und ist auch qualitativ gut. Genauso wie die Hoch­stühle Alpha+ von Hauck und Mimzy Snacker von Joie. Beide Modelle kosten 60 Euro. Alle genannten Stühle sind auch in Deutsch­land erhältlich.

Test Kinderhochstühle Que Choisir (Frankreich)
Test Kinderhochstühle Consumentenbond (Niederlande)
Test Kinderhochstühle Forbrugerrådet Tænk (Dänemark)
Test Kinderhochstühle dTest (Tschechien)

So trans­portieren Sie Ihre Kleinen sicher

Kinder­wagen im Test. Aktuell hat die Stiftung Warentest 12 Kombi-Kinder­wagen getestet. Sie sollen sich für den Trans­port vom Säugling bis zum Kleinkind eignen – wären da nicht die Schad­stoffe. Vier Kombis sind deutlich mit Schad­stoffen belastet, darunter der 1 080 Euro teure Bugaboo. Andere Wagen können kippen oder sind unbe­quem. In immerhin drei Modellen fährt der Nach­wuchs sicher und gut. Zum Test Kombi-Kinderwagen

Auto­kinder­sitze im Test. Kinder sind im Auto besonders gefährdet. Schon ein Aufprall mit Tempo 30 kann tödlich sein. Kleine Kinder halten die hohen Schleuderkräfte bei einem Unfall kaum aus. Ein Kinder­sitz schützt, muss aber passen und richtig befestigt sein. Darum testet die Stiftung Warentest regel­mäßig Kinder­sitze fürs Auto, prüft Sicherheit, Hand­habung, Ergonomie – und fahndet nach Schad­stoffen. Unsere Test-Daten­bank enthält Testbe­richte, Preise und Fotos für alle 366 Auto­kinder­sitze, die die Stiftung Warentest seit 2009 getestet hat. Zum Produktfinder Autokindersitze.

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