Beim Kindergeld für erwachsene Kinder gelten strenge Grenzen. Eltern erhalten das Kindergeld nur, wenn die Einkünfte und Bezüge des Kindes den Grenzbetrag von 7 680 Euro im Jahr nicht übersteigen. Jeder Euro mehr kippt das Kindergeld. Damit fehlen 2009 monatlich nicht nur 164 Euro Kindergeld auf dem Konto. Das Finanzamt streicht gegebenenfalls auch den Ausbildungsfreibetrag sowie an das Kindergeld gekoppelte Vergünsti­gungen, wie die Kinderzulage für den Riester-Vertrag. Eltern wehren sich gegen dieses „Fallbeilprinzip“. Sie halten es für verfassungswidrig. Nun muss das Bundesverfassungsgericht entscheiden, ob künftig eine Härtefallregelung greift, wenn die Einnahmen des Kindes nur knapp über der Grenze liegen. Eltern sollten bis zur Entscheidung der Richter Einspruch einlegen und dabei auf das Verfahren mit dem Aktenzeichen 2 BvR 1874/08 verweisen.

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