Kindergeld gibt es nur, wenn das Kind nicht mehr als 7 680 Euro eigene Einkünfte hat. Doch zwischen Eltern und Finanzgerichten schwelt ein Streit: Dürfen nicht nur Werbungskosten und Betriebsausgaben, sondern auch Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und vor allem die Beiträge zur gesetzlichen Sozialversicherung vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen werden? Der Bundesfinanzhof hat das jetzt abgelehnt, doch einige Finanzgerichte gaben den Eltern Recht (BFH, Az. VIII R 59/03). Einer der Fälle liegt nun beim Bundesverfassungsgericht (Az. 2BvR 167/02), ein weiterer beim Bundesfinanzhof (Az. VIII R 27/02). Betroffene Eltern sollten Einspruch gegen ablehnende Kindergeldbescheide einlegen. Dann können sie Nachforderungen stellen, wenn die Gerichte im Sinne der Kläger entscheiden.

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