Kindergeld gibt es für Jugendliche zwischen 18 und 27 Jahren nur, wenn sie einer Berufsausbildung nachgehen und nicht mehr als 7 188 Euro jährlich verdienen. Hinzu kommen 1 044 Euro Freibetrag, der pauschal als Werbungskosten in Abzug gebracht werden darf – auch anteilig, wenn die Jugendlichen zwischenzeitlich gearbeitet haben, urteilte der Bundesfinanzhof. Ein Jugendlicher hatte die ersten fünf Monate des Jahres auf dem Bau gearbeitet, war anschließend arbeitslos und hatte ab August eine Ausbildungsstelle angetreten. Die Eltern dürfen fünf Zehntel des Pauschbetrags, also 522 Euro, abziehen. Fünf Zehntel deshalb, weil es den Pauschbetrag nur bei Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit gibt. Der Jugendliche bezog insgesamt zehn Monate Lohn, davon fielen fünf Monate als Azubi in den Kindergeldzeitraum (Az. VIII R 96/02).

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