Kindergeld Nachzahlung

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Viele Eltern können rückwirkend Kindergeld verlangen. Das Bundesverfassungsgericht entschied, dass bei der Einkunftsgrenze für verdienende Kinder, ab der das Kindergeld gestrichen wird, die Beiträge zur Sozialversicherung nicht mitzählen. Das Bundesfinanzministerium hat jetzt festgelegt: Die Familienkassen müssen Kindergeld ab dem Monat nachzahlen, der auf die Bekanntgabe des damaligen Bescheids folgt.

Beispiel: Weil die Tochter über der Einkunftsgrenze (2004: 7 680 Euro) lag, wurde mit Bescheid vom 15. Februar 2004 das Kindergeld abgelehnt. Nun muss es ab März 2004 nachgezahlt werden (BMF-Schreiben, Az. IV C 4 – S 22 82 – 27/05).

Tipp: Dies gilt auch, wenn Eltern gar keinen Antrag gestellt hatten, weil die Einkünfte ihrer Kinder zu hoch waren. Das geht aber nur vier Jahre rückwirkend. 2003 und 2002 lag die Verdienstgrenze bei 7 188 Euro, 2001 bei 14 000 Mark.

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