Kindergeld Meldung

Jobbt der Sohn bis zum Ausbildungsbeginn nicht Vollzeit, sondern nur Teilzeit, gibt es weiter 154 Euro Kindergeld im Monat. Er darf nur nicht zu viel verdienen.

Die Familienkassen müssen vielen Eltern mit erwachsenen Kindern womöglich doch Kindergeld für vergangene Jahre nachzahlen. Das Bundesverfassungsgericht hat im letzten Jahr entschieden, dass von den Einkünften und Bezügen des Kindes ihre Pflichtbeiträge zur Sozialversicherung abzuziehen sind (Az. 2 BvR 167/02).

Das gibt Eltern eine neue Chance, die kein Kindergeld erhalten haben, weil „voraussichtlich“ die Einkünfte ihres Kindes in dem Jahr über dem zulässigen Grenzbetrag liegen. Die Behörde muss den Bescheid rückwirkend ändern, wenn nachträglich bekannt wird, dass der Grenzbetrag doch eingehalten wurde, urteilten die Finanzgerichte Münster (Az. 11 K 4391/05 Kg) und Düsseldorf (Az. 14 K 4432/05 Kg).

Bisher bessern die Familienkassen nicht nach, wenn sie das Kindergeld bereits abgelehnt haben. Nun hat der Bundesfinanzhof (BFH) das letzte Wort (Az. III R 35/06 und Az. III R 34/06).

Tipp: Wurde das Kindergeld abgelehnt, weil Sie „voraussichtlich“ keinen Anspruch hatten, sollten Sie erneut darauf pochen und belegen, dass die Einkünfte und Bezüge Ihres Kindes unter der Grenze lagen (seit 2004 640 Euro x Anspruchsmonate). Lehnt die Kasse ab, verweisen Sie auf die anhängigen BFH-Verfahren und beantragen bis zur Entscheidung das Ruhen Ihres Verfahrens.

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