Kindergeld-Nachschlag für Eltern Meldung

Bei den Nachzahlungen zur Familienförderung der Jahre 1983 bis 1995 rechnen immer noch viele Finanzämter falsch. "Dadurch haben rund eine Million Bürger Nachteile. Sie bekommen eine ihnen zustehende Rückzahlung gar nicht oder in zu geringer Höhe", erklärt Hans-Joachim Vanscheidt vom Bund der Steuerzahler.

Das Problem: Das Finanzamt berechnet die Steuererstattung so, als hätten Eltern zwischen 1983 und 1995 das ganze Jahr Kindergeld bekommen, weil es ihnen nach Paragraph 53 Einkommensteuergesetz grundsätzlich zustand. Dabei haben manche Eltern tatsächlich nicht das volle Kindergeld erhalten, weil ihr Nachwuchs über 16 Jahren mehr als 750 Mark Ausbildungsgeld bekam oder Wehr- / Zivildienst leistete. Sie bekommen durch die Anrechnung von Jahresbeträgen zu wenig zurück.

Die Finanzverwaltungen in Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz haben ihre Finanzämter angewiesen, solche Steuerverfahren bis zur Klärung auszusetzen.

Tipp: Betroffene sollten gegen den falsch korrigierten Bescheid Einspruch einlegen und auf das beim Bundesfinanzhof anhängige Verfahren (Az. VI R 35/00) verweisen. Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz hat hier bereits festgestellt, dass es verfassungsrechtlich geboten sei, das Existenzminimum des Kindes für jeden Monat zu gewährleisten (Az. 2 K 3402/98).

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