Die Höhe des eigenen Einkommens eines erwachsenen Kindes entscheidet mit darüber, ob die Familienkasse Kindergeld zahlt oder nicht. Aber die Berechnungsmethode für die eigenen Einkünfte und Bezüge des Kindes ist in einigen Fällen umstritten. So rechnet die Familienkasse einem Azubi, der beispielsweise im Juni 18 Jahre alt wird, das Weihnachtsgeld nur nach den Einkünften der Monate Juli bis Dezember zu, auch wenn er das gesamte Jahr über in Ausbildung war. Dadurch kann wegen zu hoher Einkünfte des Kindes das Kindergeld für Juli bis Dezember flachfallen.

Viele Eltern und Steuerexperten sind der Meinung, dass das Weihnachtsgeld auf alle zwölf Monate zu verteilen ist. Das Finanzgericht Münster unterstützt diese Auffassung. Nun muss der Bundesfinanzhof entscheiden.

TiPP: Betroffene Eltern können Einspruch einlegen und ein Ruhen des Verfahrens beantragen (Az: VI R 108/99).

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