Verbringen Kinder nach der Trennung fast genauso viel Zeit beim Vater wie bei der Mutter, können die Eltern weiter selbst festlegen, wer das Kindergeld erhalten soll. Die Familienkasse darf es nicht dem zusprechen, der den Unterhalt für die Kinder zahlt. Das hat der Bundesfinanzhof entschieden (Az. III R 91/03).

In dem Fall vor Gericht lebten die Kinder nach der Trennung tagsüber bei der Mutter und nachts beim Vater. Dadurch waren sie nach Auffassung der Richter in beide Haushalte aufgenommen.

Die Eltern hatten schon vor der Trennung bestimmt, dass die Mutter das Kindergeld bekommt. Daran war die Familienkasse gebunden. Die Vereinbarung zwischen Mutter und Vater verliert nur ihre Wirksamkeit, wenn einer der beiden sie widerruft.

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