Kindergeld Meldung

Auszubildende dürfen Fahrten zur Berufsschule als Dienstreisen beim Finanzamt abrechnen, vorausgesetzt, sie sind mindestens 8 Stunden von zu Hause abwesend. Wer ein- bis zweimal in der Woche zur Berufsschule fährt, darf dann 30 Cent Kilometergeld und 6 Euro pro Tag für Verpflegung absetzen. Fährt der Azubi öfter dorthin, wird aus der Berufsschule eine so genannte „regelmäßige Arbeitsstätte“. Folge: Die Ausgaben dürfen nach drei Monaten nicht mehr als Dienstreise abgesetzt werden.

Kein Wunder, dass Eltern dagegen protestieren. Nun mit erstem Erfolg: Azubis können sehr wohl ein bis zwei Fahrten pro Woche zur auswärtigen Berufsschule als Dienstreisen für das ganze Schuljahr geltend machen, weil nicht die Berufsschule, sondern der Ausbildungsbetrieb die regelmäßige Arbeitsstätte ist, entschied das Münchner Finanzgericht. Die Sache landete beim Bundesfinanzhof (BFH-Az. VIII R 45/02). Eltern sollten mit Hinweis auf das Aktenzeichen Einspruch einlegen, wenn das Finanzamt solche Kosten ihres Kindes nicht anerkennt.

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