Wenn Kinder über 18 Jahre einen Ausbildungsplatz suchen, gibt es weiter Kindergeld – solange sie die Stellensuche nachweisen können. Dafür reichen Bewerbungs- und Ablehnungsschreiben, ebenso die Registrierung bei der Agentur für Arbeit oder die Anmeldung für einen Studienplatz. So bekamen Eltern kein Kindergeld, deren Tochter nach einer Studienplatzabsage die Bewerbungsfrist für das nächste Semester verpasst hatte. Sie hätte sich sofort arbeitslos melden müssen.

Ob es dabei bleibt, wird demnächst der Bundesfinanzhof entscheiden. Dabei geht es eventuell auch darum, ob Jugendliche sich Monat für Monat bewerben müssen, ohne die Bewerbungsergebnisse abzuwarten. Eltern, denen aus diesem Grund das Kindergeld gestrichen wurde, sollten Einspruch einlegen und das Urteil des Bundesfinanzhofs abwarten (Az. III R 84/07).

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